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Gute Laune auf dem Eis: Dieter Taffel (l.), Vorsitzender des TEV Miesbach, und sein Stellvertreter Stefan Moser (r.) freuen sich über die ersten Sponsoren, die ihre Unterstützung für die energetische Sanierung der Eishalle zugesagt haben.

Mit Zertifikat-Aktion CO2 einsparen

TEV Miesbach packt energetische Sanierung an

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Den CO2-Ausstoß verringern und dabei Geld sparen – der TEV Miesbach will aus einer Klimaschutzmaßnahme Kapital schlagen. Mit der energetischen Sanierung der vereinseigenen Eishalle soll der Energieverbrauch drastisch gesenkt werden.

Es ist ein großer Schritt, den der TEV Miesbach macht. Der Eissportverein startet die energetische Sanierung seiner 1986 erbauten Eishalle. Rund 590 000 Euro kostet das Projekt. Dabei ist der Verein auf finanzielle Hilfe angewiesen. Deshalb waren gestern beim Startschuss in der Eishalle auch die ersten Unterstützer mit dabei.

Dass der TEV auf Spenden angewiesen ist, ist nicht das erste Mal in den vergangenen Jahren. So musste der Verein unter anderem 2014 die Dachkonstruktion sanieren und 2016 beim Brandschutz nachbessern. Doch diesmal ist etwas anders, erklärten TEV-Vorsitzender Dieter Taffel und sein Stellvertreter Stefan Moser: Die Unterstützung seitens der angefragten Unternehmen ist groß. „Es kommt sehr gut an, dass wir in Sachen Klimaschutz etwas Konkretes im Landkreis machen“, sagte Taffel im Beisein von Bürgermeisterin Ingrid Pongratz sowie Vertretern der ersten helfenden Unternehmen: Alexander Königer und Luitpold Grabmeyer (Kreissparkasse), Hubert Steer (Raiffeisenbank), Autohaus-Chef Martin Pötzinger Thilo Ruttmann (Geschäftsführer Brauerei Hopf), Florian Brunner (SMG), Gerhard Lößlein (Stadtwerke München), Reinhilde Ulrich (Bayerischer Eissportverband) und Helga Zimmermann (Bayerischer Landessportverband). Moser ergänzte: „Die Bereitschaft, uns zu unterstützen, ist groß.“

Auslöser für die Sanierung sind die Energiekosten, die kontinuierlich steigen. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Kosten laut Moser verdoppelt. Derzeit liege der energetische Unterhalt bei knapp 100 000 Euro. „Die Kosten fressen den Verein auf. Wir müssen handeln.“

Aufgeteilt ist die Sanierung in drei Module. Beim ersten werden derzeit die veralteten Quecksilberdampfleuchten gegen 60 Prozent sparsamere LED-Lampen mit Lichtsteuerung ausgetauscht. 26 900 Euro sind dafür veranschlagt und dank der Sponsoren bereits finanziert. Bei Modul 2 wird die elektrische Sorptionsanlage, die zum Schutz der Holzdeckenkonstruktion die feuchte Hallenluft trocknet, erneuert. Dabei wird die Abwärme der Ammoniak-Kälteanlage genutzt. Zudem werden mehrere alte Heizzentralen und Warmwasserbereiter zentralisiert – mit 307 900 Euro ist das der größte Posten. Die Arbeiten beginnen im Januar. Bei Modul 3, das für April vorgesehen ist, werden die Heizzentrale und Warmwasserbereitung im Tribünengebäude erneuert. Kosten: 257 800 Euro.

Das Gesamtvolumen liegt bei 593 000 Euro, von denen der TEV 258 000 Euro stemmen muss. Zuschüsse von Bund und Land decken 334 000 Euro. Die Stadt habe mit 160 000 Euro Jahreszuschuss den Grundstein gelegt, so Taffel. Den Rest soll die Spendenaktion bringen.

Der Verein fokussiert sich dabei auf die Verringerung des CO2-Ausstoßes. 100 Tonnen Kohlendioxid sollen pro Jahr gespart werden. Um damit die offenen 250 000 Euro zu finanzieren, gibt der TEV Zertifikate heraus: Wer 2500 Euro spendet, bekommt ein Zertifikat als Nachweis dafür, 1000 Kilogramm CO2 eingespart zu haben. Zudem sollen in Kürze Crowdfunding-Aktionen bei Raiffeisenbank und Kreissparkasse starten.

ddy

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