Angebot wird neu organisiert

Mittagsbetreuung in der Grundschule wird teurer

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Miesbach - Eltern aufgepasst: Die Stadt Miesbach erhöht die Gebühren für ihre Mittagsbetreuung in der Grundschule. Zudem wird das Angebot neu organisiert.

Ab dem Schuljahr 2016/17 bietet die Grundschule Miesbach bei der Mittagsbetreuung vier Gruppen an – eine mehr als bisher. Wie Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) im Stadtrat erklärte, habe es im Zuge dessen mehrere Gespräche mit den Mitarbeiterinnen des Angebots gegeben. Das Ergebnis: Eine Umorganisation sei nötig. „Wir hatten teilweise bis zu 127 Kinder in der Mittagsbetreuung“, erklärte Pongratz. „Wir mussten eingreifen.“

Vor allem werden die Gebühren seitens der Verwaltung als „nicht mehr zeitgemäß“ erachtet. Sie seien im Verhältnis zum Aufwand zu gering. Schließlich datiert die jüngste Erhöhung aus dem Schuljahr 2011/12. Demnach berechnete die Stadt bislang für eine tägliche Betreuung 20 Euro im Monat, für drei und vier Tage 15 Euro sowie für einen und zwei Tage zwölf Euro.

Die neuen Tarife unterscheiden sich bei der Aufenthaltsdauer: in Kategorie eins bis 14 Uhr und Kategorie zwei bis 16.30 Uhr. In der ersten Gruppe kostet ein Tag pro Woche 25 Euro monatlich – für jeden weiteren Tag kommen fünf Euro hinzu, sodass fünf Tage Betreuung pro Woche mit 45 Euro monatlich zu Buche schlagen.

Die zweite Kategorie mit der längeren Betreuungszeit beginnt bei 30 Euro monatlich für einen Tag. Pro weiteren Tag werden 15 Euro fällig, sodass fünf Tage 90 Euro im Monat kosten. Jeweils hinzu kommen vier Euro pro Mittagessen, was in Kategorie zwei verpflichtend ist, wie Pongratz betont: „Das ist sonst für die Kinder nicht zumutbar.“ Es sei nämlich nicht selbstverständlich, dass die Schüler von zu Hause etwas für die Mittagspause mitbekommen. „Einmal am Tag brauchen Kinder ein warmes Essen.“ Zudem könnten Bedürftige einen Zuschuss beantragen. Die Küche übernehmen die Oberland-Werkstätten.

In Sachen Anmeldung gibt es – ähnlich wie beim Kindergarten – eine Prioritätenliste, wer in das Betreuungsangebot aufgenommen wird. Hier haben vor allem Erstklässler Vorrang. Bei den Eltern genießen Alleinerziehende sowie berufstätige Eltern den Vorzug.

Markus Seemüller (FW) begrüßte den Ausbau des Angebots: „Die Kinder werden dort toll betreut. Die Einrichtung leistet mehr, als sie kostet.“ Ähnlich sahen es auch die übrigen Stadtratsmitglieder. Gebührenerhöhung und Neuorganisation wurden einstimmig abgesegnet.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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