E-Mobilität gewinnt an Bedeutung. Auch Karlsfeld reagiert darauf.
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E-Mobilität gewinnt an Bedeutung. Die SPD will dem in Miesbach mit zwei Ladestationen Rechnung tragen.

ELEKTRO-AUTOS - Stadtratsfraktion beantragt Prüfung

E-Mobilität fördern: SPD will Ladestationen für Miesbach

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Miesbach – Neuer Anlauf für mehr Strom-Autos: Die SPD-Fraktion im Stadtrat Miesbach will, dass die Kreisstadt mehr für die E-Mobilität tut. Dazu startet sie einen neuen Versuch, zwei Ladestationen in Miesbach einzurichten.

Wie Fraktionssprecher Paul Fertl auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, gehe es darum, vorbereitet zu sein, wenn der Bund neue Förderprogramm an den Start bringt. „Die bisherigen sind mittlerweile alle ausgelaufen, aber es werden neue kommen.“ Wenn es so weit ist, sollte man nicht erst mit den Überlegungen anfangen.

Wie berichtet, war die Errichtung öffentlich zugänglicher Elektro-Ladestationen für Pkw bereits Mitte 2017 Thema im Stadtrat. Damals hatte man sich aber mit 17:5 Stimmen dagegen entschieden, dass die Stadt Geld in eine solche Infrastruktur steckt. Ein Grund waren vor allem die Kosten. Doch sollte das Nein damals nicht als endgültige Absage verstanden werden. Man wollte vielmehr auf bessere Angebote der Energieversorger warten.

Öffentliche Hand soll anschieben

Diese besseren Angebote liegen derzeit nicht auf dem Tisch. Dennoch hält es Fertl für an der Zeit, das Thema erneut zu diskutieren, denn die Bedeutung der E-Mobilität habe sich gewandelt und mehr öffentliche Akzeptanz bekommen. Dass die Stadt Geld in die Hand nehmen müsse, sei kein Ausschlusskriterium. „Der Markt regelt eben nicht alles. Es braucht zu Beginn eine Anschubfinanzierung“, stellt Fertl fest und verweist auf die Corona-Pandemie. Hier diskutiere man auch darüber, dass der Staat die Produktionsstätten für Impfstoffe finanziere. „Die öffentliche Hand übernimmt in vielen Dingen die zentrale Rolle.“

Als möglicher Standort liegt laut Fertl die Trafostation am Habererplatz nahe. „Kurze Leitungen machen das Projekt günstiger.“

Geht es nach der SPD, soll die Verwaltung nun per Stadtratsbeschluss beauftragt werden nach Förderprogrammen Ausschau halten. Auch mögliche Kooperationspartner gelte es in die Überlegungen einzubinden.

ddy

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