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Mobilität, Fusion und das Landratsamt der Zukunft: Das sind 2022 die Herausforderungen für den Landkreis

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Von: Dieter Dorby

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Mehr als nur ein Neubau: Das ehemalige Gebäude von Landwirtschaftsamt und -schule (l.) an der Münchner Straße in Miesbach wird ersetzt und mit einem neuen Gebäude nebst Flachdach entlang der Riezlerstraße kombiniert. Ziel ist es, mit diesen neuen Möglichkeiten das „Landratsamt der Zukunft“ aufzubauen. Grafik: Landratsamt Miesbach
Mehr als nur ein Neubau: Das ehemalige Gebäude von Landwirtschaftsamt und -schule (l.) an der Münchner Straße in Miesbach wird ersetzt und mit einem neuen Gebäude nebst Flachdach entlang der Riezlerstraße kombiniert. Ziel ist es, mit diesen neuen Möglichkeiten das „Landratsamt der Zukunft“ aufzubauen. Grafik: Landratsamt Miesbach © Landratsamt Miesbach

Den Haushalt für das neue Jahr hat der Kreistag noch im Dezember abgesegnet. Damit steht das Aufgabenkonzept für den Landkreis fest. Zentrales Projekt ist der Ersatzbau des Landratsamts. Aber auch Mobilität und der Zusammenschluss von ATS und SMG zu einer gemeinsamen Einheit haben strategische Bedeutung.

Der Kreishaushalt für das Jahr 2022 steht. Der Kreistag hat noch im alten Jahr den Etat genehmigt, der 139,7 Millionen Euro an Einnahmen und 133,5 Millionen Euro an Ausgaben vorsieht (wir berichteten). Allein 14 Millionen sind für Hochbaumaßnahmen vorgesehen.

Dabei wird der Ersatzbau des Landratsamts in jeder Hinsicht eine Herausforderung – finanziell, logistisch und auch planerisch. Damit nimmt er auch im neuen Jahr eine zentrale Rolle beim Landkreis ein. 2022 geht es darum, das Projekt baurechtlich im Dialog mit der Stadt Miesbach zu entwickeln. Ein Großteil der auf 28,6 Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten hat das Landratsamt bereits auf der hohen Kante.

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Wie berichtet, soll das ehemalige Gebäude von Landwirtschaftsamt und -schule an der Münchner Straße in Miesbach ersetzt und mit einem Neubau entlang der Riezlerstraße kombiniert werden. Die dafür nötige Änderung des geltenden Bebauungsplans ist bereits am Laufen. Die Eckpunkte – also Baufenster, Geschossigkeit, Dachformen und Höhen – wurden bereits in Grundzügen definiert.

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Das wohl modernste Landratsamt Bayerns ist nicht der einzige Schritt von strategischer Bedeutung. Dabei hat der Ausbau der Mobilität im Landkreis – weniger Individualverkehr, dafür mehr Bus- und Bahnangebot – den größten Entwicklungsbedarf – nicht nur wegen des Beitritts zum MVV. Die ersten Schritte wurden dazu bereits eingeleitet.

So wird derzeit der Alpenbus, der zwischen Murnau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und Rosenheim eine stündliche Express-Verbindung über fünf Landkreise ermöglichen soll, auf den Weg gebracht (wir berichteten). Zudem hat die Marktgemeinde Holzkirchen ihren Ortsbus zurückübertragen bekommen, um mit On-Demand- und App-Angeboten den innerörtlichen Verkehr spürbar und auf lange Sicht entlasten zu können.

Schneller ist der Zusammenschluss des Kommunalunternehmens Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) und der Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) des Landkreises geplant, der im März erfolgen soll. Die Verschmelzung von ATS und SMG zum neuen Kommunalunternehmen Regionalentwicklung Oberland (REO) soll Synergien schaffen und gleichzeitig Kosten reduzieren. Ein Projekt, das das neue Kommunalunternehmen anpacken soll, ist die Etablierung eines Schülerforschungszentrums, das im Alten Krankenhaus in Miesbach in nächster Nähe zum Schulcampus entstehen soll.

ddy

Der Jahreswechsel

ist Gelegenheit, nach vorne zu blicken. Was wird 2022 trotz der andauernden Pandemie möglich, was muss aus finanziellen und coronabedingten Gründen gestrichen werden? Wir haben uns in den Rathäusern und auch im Landratsamt umgehört.

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