Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Freut sich auf viele Co-Worker: Sabine Moser zeigt die Flyer, mit denen sie für die neuen Arbeitsplätze im Dachgeschoss des Moserhauses am Miesbacher Stadtplatz (im Hintergrund) wirbt.

Neues Leben im Geschäftshaus am Miesbacher Stadtplatz

Moserhaus: Dachgeschoss wird zur Co-Working-Area

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Miesbach - Es rührt sich was im Moserhaus am Miesbacher Stadtplatz. Wo aktuell Bauarbeiter werkeln, sollen ab November Kreative ihre Köpfe zusammenstecken. Dann eröffnet hier eine Co-Working-Area.

Der Einzug ins neue Büro dauert keine fünf Minuten. Schlüsselübergabe, Laptop anstöpseln, sich die Kaffeemaschine erklären lassen – fertig. „Um alles andere kümmern wir uns“, sagt Sabine Moser.

Im November wird die 48-Jährige das Dachgeschoss des Moserhauses am Miesbacher Stadtplatz für Freiberufler, Existenzgründer und Kreative öffnen. Auf 260 Quadratmetern soll hier das Co-Working-Projekt „Stadtplatz 10.0“ entstehen. Ein Büroloft mit bis zu 18 Arbeitsplätzen, voll ausgestattet von der Schreibtischlampe über den Kopierer bis hin zur Küche und Sofaecke. Die Mietangebote sind so flexibel wie die Zielgruppe. Von einem frei wählbaren Arbeitsplatz ab 199 Euro pro Monat bis hin zum Großraumbüro mit acht Schreibtischen für 1400 Euro ist alles möglich – mit nur zwei Monaten Kündigungsfrist.

Über einen Zeitungsartikel ist Moser erstmals auf den Trend des Co-Working aufmerksam geworden. Die Standortmarketinggesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach vermittelte ihr dann einen Kontakt zur Coworkerei in Dürnbach. Nach einer Besichtigung war Moser klar: „So etwas könnte bei uns auch funktionieren.“

Seit sie nach ihrer 15-jährigen Tätigkeit als Redakteurin bei der französischen Nachrichtenagentur AFP in Berlin nach Miesbach zurückgekehrt war, überlegte sie sich mit ihrem Bruder Stefan, wie sie das teilweise leer stehende Geschäftshaus ihres Vaters aus dem Dornröschenschlaf wecken könnte. Seit ein paar Monaten kommen die Mosers deshalb regelmäßig zu Besprechungen zusammen. Das Engagement scheint zu fruchten: „Es tut sich was auf allen Ebenen“, sagt Sabine Moser erfreut.

Tatsächlich kehrt neben der Co-Working-Area im Dachgeschoss auch im zum Habererplatz gewandten Gebäudeteil neues Leben ein. Eine Zahnarztpraxis hat laut Moser den Mietvertrag bereits unterzeichnet. Eine weitere Arztpraxis auf einer Fläche von 250 Quadratmetern sei in Vorbereitung. Und auch für die Ladenfläche am Stadtplatz sind die Mosers in Gesprächen.

Dass sich endlich wieder was rührt im Moserhaus, führt die 48-Jährige auch auf die äußeren Veränderungen zurück. Die Fassade erstrahlt in neuem Glanz, die Passage wurde renoviert. „Wenn man etwas anpackt, ist das immer ein positives Signal“, sagt Moser. Das verspricht sie sich auch vom Büroloft „Stadtplatz 10.0“. An der Nachfrage zweifelt sie nicht. Sie habe selbst Bekannte, die erfolgreich von Zuhause aus arbeiten würden. Grafiker, Architekten, Autoren oder auch Vermögensberater. Was ihnen oft fehle, sei der Austausch mit anderen.

Genau in diese Lücke stößt die Idee des Co-Working. Kreative Einzelkämpfer, die für eine bestimmte Zeit im selben Büro sitzen und dadurch neue Kontakte und Ideen entwickeln. Die Fixkosten niedrig, der Umzug genauso unkompliziert wie der Einzug. „Wenn es nicht passt“, erklärt Moser, „geht man eben wieder raus.“

SMG-Chef Alexander Schmid ist jedenfalls guter Dinge, dass sich am Miesbacher Stadtplatz eine solche Szene entwickeln wird. Es wäre nach Dürnbach die zweite Co-Working-Area im Landkreis. Aus den Projekten in Müller am Baum und Hausham (wir berichteten) ist mangels Investoren vorerst nichts geworden. „Wir werfen immer Steine in den Teich und schauen, wo sich Wellen bilden“, erklärt Schmid die Strategie der SMG. Die Welle reiten müsste jedoch ein externer Betreiber.

So wie Moser am Miesbacher Stadtplatz. Ob sich ihr Mut auszahlt, werden die kommenden Monate zeigen. Die 48-Jährige freut sich bereits jetzt auf viele kreative Köpfe unter ihrem Dach. „Das“, sagt sie, „macht ja den Charme dieser Unternehmung aus.“

Interessenten

für das Co-Working-Projekt „Stadtplatz 10.0“ können mit Sabine Moser unter 01 72 / 7 08 33 06 oder s.moser@stadtplatz10-0.de Kontakt aufnehmen. Weitere Infos gibt’s im Internet auf www.stadtplatz 10-0.de.

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