+
Es tut sich langsam etwas: Für das Gewerbegebiet Müller am Baum liegt eine Bauvoranfrage vor, die den Abriss der Gebäude links vorsieht. Kommen sollen Gewerbe- und Gastronomiegebäude.

Wohnen und Wirtschaften

Müller am Baum: Pläne für Gewerbe und Gastronomie befürwortet

  • schließen

Augenscheinlich herrscht nach wie vor Stillstand in Teilen des Gewerbegebiets Müller am Baum bei Miesbach. Doch hinter den Kulissen der leer stehenden Häuser an der B 472 tut sich was.

Miesbach – Bei der jüngsten Sitzung lagen dem Miesbacher Bauausschuss nun erneut zwei Anträge vor.

Die Vorhaben sind gewissermaßen ein Wiedergänger. Wie berichtet, hatte das Gremium bereits im vergangenen Herbst grünes Licht für einen Abbruch von bestehenden Gebäuden und einen L-förmigen Neubau mit Gewerbeflächen und Gastwirtschaft gegeben. Dass der Antrag auf Vorbescheid nun erneut auf der Tagesordnung auftauchte, liegt am Landratsamt. Dieses habe dem Antragssteller empfohlen, auch die dahinter liegende Fläche in die Planung einzubeziehen, erklärte Bauamtsmitarbeiter Johannes Löw. „Dann hat er mehr Abstand zur Bundesstraße.“ Da dies am grundsätzlichen Vorhaben nichts ändere, stünde einem erneuten Ja nichts im Wege. Die Ausschussmitglieder sahen das ähnlich und stimmten einhellig zu. Um tatsächlich bauen zu dürfen, erklärte Löw, müsste der Antragsteller noch die Erschließung für Trink-, Ab- und Niederschlagswasser nachweisen.

Gleiches gilt für das zweite Projekt in Müller am Baum: eine Wohnbebauung östlich einer bestehenden Fabrik in der Mitte des Areals. Die nötige Zufahrt könnte sich der Antragsteller selbst per Grunddienstbarkeit sichern. „Das ist die gleiche Person wie beim ersten Punkt“, erklärte Löw. Zwei Varianten lagen dem Bauausschuss vor. Ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen sowie zwei Mehrfamilienhäuser mit einmal fünf und einmal acht Wohnungen. Da sich das Grundstück wegen der bereits existierenden Wohnbebauung in der Nachbarschaft in einem Mischgebiet befindet, seien beide Varianten möglich, so Löw.

Für Zweiten Bürgermeister Paul Fertl (SPD), der die Sitzung leitete, kam hingegen nur Vorschlag B in Frage. 13 Wohneinheiten seien besser als zwölf, meinte er. „Das wird am dringendsten gebraucht.“ Zudem seien die beiden Häuser im Plan versetzt und weiter von Fabrik und Straße entfernt. Franz Mayer (CSU) störte sich jedoch an den bereits bestehenden Garagen, die sich dann hinter den Neubauten befinden würden. „Das ist blöd“, sagte er. Florian Ruml (FWG) sah das anders. „Es ist Sache des Antragstellers, was er mit seinen vorhandenen Garagen macht.“ Als Kompromiss schlug Fertl vor, die Anregung, über die „Situierung der Garagen nachzudenken“, in den Beschluss aufzunehmen. Dem konnte sich auch Mayer anschließen, so dass der Beschluss einstimmig ausfiel.

Dritter Bürgermeister Michael Lechner (FWG) gab noch zu bedenken, ob sich die Wohnbebauung als hinderlich für spätere Gewerbeprojekte in Müller am Baum erweisen könnte. Bauamtsleiter Lutz Breitwieser schüttelte den Kopf. „Das ist jetzt schon eine Gemengelage da unten.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Pfarrer Sergel hat seine Gemeinde durchleuchtet und Interessantes herausgefunden
Die evangelische Kirchengemeinde Miesbach hat ihre Mitglieder statistisch durchleuchtet. In unserem Gespräch erklärt Pfarrer Erwin Sergel, welche Überraschungen er dabei …
Pfarrer Sergel hat seine Gemeinde durchleuchtet und Interessantes herausgefunden
Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer: Wer seine Heimat liebt, macht sie besser
Florian Hupfauer kandidiert 2020 für das Miesbacher Bürgermeisteramt. Sein Lebensmittelpunkt war und ist immer in Miesbach und somit konnte er seit seiner frühesten …
Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer: Wer seine Heimat liebt, macht sie besser
Stadt Miesbach will für Waitzinger Park klagen
Miesbach rüstet sich für die nächste Abfuhr im Kampf für seine Bäume. Nachdem der Eilantrag des Landkreises vor dem Verwaltungsgericht München keinen Erfolg hatte, will …
Stadt Miesbach will für Waitzinger Park klagen
Das ist der Neue an der Spitze der Kreissparkasse
„Wir können mehr, als man uns zutraut“, sagt Udo Stefan Schlipf. Der 55-Jährige ist der Neue im Vorstand der Kreissparkasse. Was er über die Bank, den Landkreis und …
Das ist der Neue an der Spitze der Kreissparkasse

Kommentare