Sri Lanka: Islamischer Staat reklamiert Terror für sich - zwei Täter nun bekannt

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Diskussion im Kreistag

MVV-Beitritt des Landkreises: Abwarten oder Gas geben?

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Die Verkehrswende führt nur über den ÖPNV-Ausbau. Da sind sich die Kreisräte  einig. Auch ein MVV-Beitritt wird als sinnvoll erachtet. Über den Zeitplan gehen die Meinungen aber auseinander.

Landkreis – Mit einem Ticket Bus und Bahn nutzen – ohne lange Wartezeiten dank aufeinander abgestimmter Fahrpläne: Im Münchner Verkehrs- und Tarifverband (MVV) ist dies längst Gang und Gäbe, im Landkreis Miesbach noch ein ferner Wunsch vieler Fahrgäste. Geht es nach der CSU, soll sich das bald ändern. Wie berichtet, hat die Fraktion die Kreisverwaltung per Antrag dazu aufgefordert, die Vor- und Nachteile eines MVV-Beitritts zu prüfen. Die Ergebnisse stellte Peter Schiffmann, Leiter des Fachbereichs Mobilität am Landratsamt, am Freitag im Kreistag vor. Das Fazit in Kurzform: Für 1,5 bis zwei Millionen Euro würden sich zwar die Tarife verbilligen, aber kein Bus oder Zug zusätzlich durch den Landkreis fahren. „Die Frage ist, ob sich das rentiert“, sagte Schiffmann.

Einen MVV-Beitritt mit dem bestehenden Linienangebot habe keinen Sinn, erklärte Schiffmann. Zudem würden im neuen Tarifverbund besondere Angebote wie die Gratisfahrten mit Gästekarten erst mal wegfallen. Die Verwaltung empfehle daher, die Entscheidung in die ohnehin bereits laufende Fortschreibung des Nahverkehrsplans zu integrieren. Parallel dazu habe die Staatsregierung ein Förderprogramm angekündigt, das die Kosten für den MVV-Beitritt für den Landkreis deutlich mindern könnte. Und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) lasse in einer Studie Verbunderweiterungen in verschiedenen Regionen und sogar einen einheitlichen Bayerntarif prüfen. Langfristig führe kein Weg am MVV vorbei, meinte Schiffmann. „Aber wir sollten noch abwarten.“

Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) verwies zudem auf die geplante Alpenbuslinie. Diese würde möglicherweise mit einem vorzeitigen MVV-Beitritt des Landkreises kollidieren. „Lieber mehr Busse als ein symbolischer Beitritt“, sagte Rzehak.

Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner (CSU) war anderer Meinung. 1,5 bis zwei Millionen Euro seien eine Menge Holz, aber letztlich handle es sich um Steuergelder. Wenn man damit günstigere Tarife erreichen könne, komme dieses Geld wieder direkt bei den Bürgern an. Die Konflikte mit den bestehenden Gratisangeboten seien lösbar, die Vorteile durch „gesamthafte“ Streckenausschreibungen des MVV würden klar überwiegen. „Da werden wir uns die Augen reiben, um wie viel es günstiger werden kann“, sagte Lechner mit Blick auf die RVO und die Neuvergabe der jetzigen BOB-Strecken.

„Der MVV-Beitritt ist überfällig“, fand auch Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU). Er wisse von vielen Pendlern, die aktuell bis nach Deisenhofen oder Unterhaching mit dem Auto fahren, um Geld zu sparen. Als Verbundmitglied hätte der Landkreis ein Mitspracherecht bei den Verhandlungen über Tarifanpassungen.

Egal wie der weitere Zeitplan aussieht: Robert Wiechmann (Grüne) freute sich in erster Linie über die fraktionsübergreifende Einigkeit im Kreistag, den ÖPNV als einzige Lösung gegen den Verkehrsinfarkt anzusehen und deshalb hier zu investieren. „Das“, fand Wiechmann, „ist doch eine klare Botschaft.“

Hier finden Sie die schönsten Radl-Routen im MVV-Gebiet.

sg

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