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Schöpfen neue Hoffnung: Johannes Schlichting (l.), Vorsitzender des Museumsvereins Miesbach, und Eckhart Schwab, Vorsitzender der Christian Schad Museumsfreunde, vor dem Gersthaus. Hier können sie sich nach dem Umzug des Landratsamts ein dauerhaftes Domizil des Miesbacher Heimatmuseums vorstellen.

Gebäude gehört noch dem Landratsamt

Nach Aus am Kloster: Museumsfreunde haben neues Objekt im Auge

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Nach wie vor suchen die Miesbacher Museumsfreunde einen neuen Standort für ein Heimatmuseum. Jetzt schöpfen sie wieder Hoffnung. 

Miesbach – Noch steckt der Umzug des Landratsamts in einen Neubau tief in der Planungsphase (wir berichteten). Doch in Miesbach machen sich die Ersten bereits Gedanken über die künftige Nutzung der dann leer stehenden Gebäude an der Rosenheimer Straße. Namentlich handelt es sich dabei um das Gersthaus (Landratsamt Haus C) und das Deutsche Haus (Landratsamt Haus B) mit dem davor befindlichen Parkplatz. Mit Ersterem liebäugelt bekanntlich der Museumsverein.

Nachdem es mit einem Heimatmuseum im alten Kloster nichts geworden ist, sind die Museums- und Christian Schad-Freunde bekanntlich wieder auf der Suche nach einer neuen Option für eine historische Dauerausstellung in der Kreisstadt. Seit die Auszugspläne des Landratsamts bekannt sind, fällt in dem Zusammenhang immer öfter das Wort „Gersthaus“. Jetzt haben die Vorsitzenden der beiden Vereine, Johannes Schlichting (Museumsverein) und Eckhart Schwab (Christian Schad Museumsfreunde), auch offiziell ihr Interesse an dem historischen Gebäude, erbaut gegen Ende des 19. Jahrhunderts, bekundet.

Für Schlichting läge in einem Kauf durch die Stadt nicht nur die Chance, dem Heimatmuseum endlich einen würdigen Platz zur Verfügung zu stellen, sondern auch für eine Belebung des gesamten Areals mit schönem Blick über die Innenstadt. Als Idee nennt der Museumsvereinsvorsitzende beispielsweise eine flankierende Gastronomie, etwa mit Biergarten auf dem jetzigen Parkplatz. Was aus heutiger Sicht revolutionär klingt, war bis 1952 bereits Realität. Kurz nach seiner Erbauung um 1900 wurde das Deutsche Haus nämlich tatsächlich als Gasthaus mit Freischankfläche betrieben.

Ob es wieder so weit kommt, wird sich zeigen. „Wir werden uns zu gegebener Zeit darüber unterhalten, wie es mit dem Areal weitergeht“, sagt Kreiskämmerer Gerhard de Biasio auf Anfrage unserer Zeitung. Sollte es zu einem Verkauf kommen, werde man ein öffentliches Verfahren starten und sich alle Vorschläge für die künftige Entwicklung anhören. Vielleicht sogar in Form eines Wettbewerbs, meint de Biasio. Die Entscheidung müsse aber der Kreistag treffen. Und vorher der Miesbacher Stadtrat, ob er überhaupt zu einem Kauf bereit ist.

Entmutigen will der Kreiskämmerer die Miesbacher Museumsfreunde aber nicht. „Es ist nie verkehrt, sich frühzeitig Gedanken zu machen.“ 

sg

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