Noch mal genau hinschauen: Seit gestern werden die Bäume am Waitzinger Park einem erneuten Kronen-Monitoring unterzogen. Die LfL will sicher sein, dass bislang keine ALB-Spuren übersehen wurden.
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Noch mal genau hinschauen: Seit dem gestrigen Montag werden die Bäume am Waitzinger Park einem erneuten Kronen-Monitoring unterzogen. Auch im Fritz-Freund-Park wird geprüft. Die LfL will sicher sein, dass bislang keine ALB-Spuren übersehen wurden.

ASIATISCHER LAUBHOLZBOCKKÄFER - Sonder-Kronen-Monitoring am Habererplatz

Nach Bohrloch-Fund: LfL sucht verschärft nach weiteren ALB-Spuren in Miesbach

  • Dieter Dorby
    vonDieter Dorby
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Miesbach – Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat ihren Kontrollmechanismus in Miesbach bei der Suche nach Spuren des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) noch mal etwas schärfer gestellt. Seit gestern erfolgt ein Sonder-Kronen-Monitoring im Bereich zwischen Waitzinger Bräu und Waitzinger Keller.

Wie LfL-Gebietsbeauftragter Gerhard Kraus mitteilt, ist der Anlass dafür der Fund eines Bohrlochs im Biergarten des Waitzinger Bräus. Wie berichtet, haben Kletterer kurz vor Ostern beim Kronen-Monitoring eine Kastanie entdeckt, die ein Ausbohrloch und damit ein eindeutiges Befallsmerkmal aufwies. Ein solches Ausbohrloch wurde auch an einem Ahorn im Fritz-Freund-Park gefunden.

Da keine lebenden Larven nachgewiesen wurden, hatten diese Funde keine Auswirkung auf die Befallzone und die Dauer der Quarantäne. Beide Bäume wurden zwar gefällt, aber die LfL als zuständige Stelle für die Bekämpfung des ALB ist nun in erhöhter Alarmbereitschaft. deshalb wird nun laut Kraus ein außerplanmäßiges Kronen-Monitoring durchgeführt. Dies gelte auch für den Fritz-Freund-Park.

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Um einen möglichst offenen und aufmerksamen Blick für die in Betracht kommenden Gehölze zu haben, wurden auch die Baumkletterer ausgetauscht. „Es ist ein neues Team und eine neue Firma im Einsatz“, erklärt Kraus. Ziel sei es, eine möglichst kritische und genaue Prüfung zu gewährleisten.

Boden-Monitoring rückt in die Stadt

In den Außenbereichen wurde nun das Boden-Monitoring abgeschlossen. Wie berichtet, begutachten Experten seit einigen Wochen vom Boden aus die als Wirtspflanzen infrage kommenden Bäume und Sträucher, die sich außerhalb der sogenannten Fokuszone befinden, die den Umkreis von 500 Metern um die anfangs befallenen Bäume am Finanzamt beschreibt. Um den Landwirten nicht unnötig in die Quere zu kommen, habe man das Boden-Monitoring außerhalb der Stadt vorgezogen, erklärt Kraus. Nun wechsle der Fokus ins Stadtgebiet und damit in die privaten Gärten. Bislang habe man die Kontrollen sehr gut im Dialog mit den jeweiligen Grundstückseigentümern durchgeführt.

Beim Zutritt werden laut Kraus die Corona-Vorschriften strikt beachtet. Man versuche ein Betreten von Gebäuden zu vermeiden oder – falls das nicht möglich ist – zeitlich hinauszuzögern.

ddy

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