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Stimmungsvolle Silhouette: Bei der Neuauflage des 1000-Lichterglanz wird der Miesbacher Marktplatz wieder in bunten Farben erstrahlen.

Weniger Stände, mehr Vielfalt

Nach Pause im Vorjahr: 1000-Lichterglanz mit neuem Konzept

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Der 1000-Lichterglanz in Miesbach ist zurück. Aber nicht als Party mit lauter Musik, sondern in seiner ursprünglich gedachten Fassung: als stimmungsvoller Einkaufsabend.

Miesbach – Die Zeiten der Sparflamme sind vorbei. Der 1000-Lichterglanz kehrt nach Miesbach zurück. Allerdings nicht als große Party mit lauter Musik, sondern als stimmungsvoller Einkaufsabend am ersten Adventswochenende. „Das war ja auch die ursprüngliche Idee der Veranstaltung“, sagt Stephanie Wagner, Zweite Vorsitzende der Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM). Und letztlich auch der Auftrag der GWM, fügt Schriftführer Max Kalup hinzu. „Wir sind kein Veranstalter, sondern wollen die Geschäfte stärken.“

Die finanziell bedingte Auszeit des Lichterglanz 2016 hat die GWM deshalb dazu genutzt, das Konzept zu überarbeiten. Mit dem Ergebnis, dass die Neuauflage am Samstag, 2. Dezember, ab 15 Uhr deutlich kompakter ausfällt als in den Jahren zuvor. Statt 43 gibt es nur noch 22 Außenstände, der Stadtplatz bleibt außen vor. Das bunt beleuchtete Treiben spielt sich in erster Linie auf dem Marktplatz sowie im Bereich Fraunhoferstraße, Lebzelterberg und Manhardtwinkl ab. „Eine übersichtlichere Veranstaltung war unser Ziel“, erklärt Wagner.

Trotzdem habe man wieder Einladungen an alle GWM-Mitglieder verschickt. Dass sich heuer weniger angemeldet haben, liege an den neuen Vorgaben. So habe man sich beispielsweise zu einem Verbot von Plastik- und Styroporbechern durchgerungen. Glühwein oder andere Heißgetränke gibt es nur noch aus Mehrwegtassen mit Pfand. Der Müll, der früher regelmäßig am Sonntag nach dem Lichterglanz in der Innenstadt zu sehen war, sollte damit der Vergangenheit angehören. Weil das neue Modell aber auch mehr Aufwand für die Standbetreiber bedeutet, waren nicht alle Feuer und Flamme, räumt Wagner ein. „Wir hatten lange Sitzungen.“ Aline Brunner, Wirtin des Burgerlokals Stadtplatz 13 und Beisitzerin im GWM-Vorstand, findet die Entscheidung richtig. „Aus richtigem Geschirr schmeckt es eh besser“, meint sie.

Auch über den Inhalt der Tassen hat sich die GWM Gedanken gemacht. Pro Stand darf nur noch ein alkoholisches und ein nicht-alkoholisches Heißgetränk ausgeschenkt werden. „Wir wollten vermeiden, dass es nur roten Glühwein gibt“, erklärt Wagner. Durch die Beschränkung sind die Anbieter gewissermaßen zur Kreativität gezwungen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Ein Blick auf die Teilnehmerliste zeigt, dass der Plan aufgegangen ist. Mit Blutorangenpunsch, Rumtopfbowle oder heißer Apfel-Zimt-Limonade haben sich Geschäftsleute und Vereine einiges einfallen lassen.

Die strengeren Vorgaben haben aber einen weiteren Grund: Die Buden sollen weniger Strom verbrauchen. Einen Ausfall wegen Überlastung wie 2015 soll es auf keinen Fall mehr geben. Nicht gespart wird dafür an der Beleuchtung – dem Markenzeichen des 1000-Lichterglanz. Auch bei der Neuauflage wird das Team von Laut & Hell die Fassaden der denkmalgeschützten Häuser kunstvoll ins Szene setzen.

Neu ist, dass auch die Gotteshäuser erstrahlen werden. „Wir wollten die Kirchen mit einbeziehen“, erklärt Wagner. Die wiederum steuern ihrerseits ein Rahmenprogramm bei. Während es in der katholischen Stadtpfarrkirche das Winterkonzert der Singvereinigung Miesbach zu hören gibt, wird der Weg in die bis 20 Uhr geöffnete evangelische Apostelkirche mit Kerzen beleuchtet.

Ebenfalls bis 20 Uhr geöffnet haben die Geschäfte. Viele davon bieten beim abendlichen Einkaufsbummel besonderen Aktionen. Live- oder DJ-Musik im Freien wird es nicht mehr geben – noch eine neue Regel der GWM. „Dafür sind wir zu nah an Weihnachten“, sagt Wagner. Auch wenn der Lichterglanz kein Christkindlmarkt im klassischen Sinne ist, soll der adventliche Charakter nicht untergehen. Dazu tragen auch die vier Handwerksstände bei, die heuer erstmals das kulinarische Angebot ergänzen.

Nach dem Zapfenstreich um 22 Uhr geht es in den Lokalen weiter. „Auch am Stadtplatz“, wie Brunner schmunzelnd hervorhebt.

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