So sieht die Startseite der neuen Homepage aus.

Nach Pegida-Link und Medienschelte

CSU schaltet neue Homepage frei

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Landkreis – Pegida-Programm und Medienschelte – für Aufsehen hatte der CSU-Kreisverband Miesbach zuletzt mit seinem Internetauftritt gesorgt. Inzwischen sind die fraglichen Inhalte nicht nur gelöscht, jetzt ist auch die seit längerer Zeit geplante neue Homepage im Netz.

„Im Rahmen der Umgestaltungen und Vernetzungen des Internet-Auftritts des Bezirksverbandes der CSU-Oberbayern geht es hier weiter zur neuen Homepage des CSU-Kreisverbandes Miesbach“, heißt es ganz oben auf der Seite www.csu-landkreis-miesbach.de. Es ist jene Seite, auf der Webmaster Karl B. Kögl aus Schliersee auf die Pegida-Bewegung verlinkt und mit einer Zitatesammlung die Glaubwürdigkeit journalistischer Arbeit infrage gestellt hatte. CSU-Kreis- und Bezirksvorstand reagierten irritiert. Zumindest der Pegida-Link war bereits vor längerer Zeit auf Anordnung des Kreisvorsitzenden Alexander Radwan entfernt worden. „Man muss die Menschen und ihre Probleme ernst nehmen, aber Pegida ist die falsche Antwort“, sagt Radwan.

Die neue Seite, die vom JU-Ortsvorsitzenden Max Greinwald aus Hausham betreut wird, ordnet sich optisch und in weiten Teilen auch redaktionell dem überregionalen Parteiauftritt unter. „Es ist eine Art Baukastensystem, das von der Landesleitung flächendeckend angeboten wird“, berichtet Radwan. Die CSU strebe einen einheitlichen Internetauftritt an. Jedem Kreisverband stehe es frei, das Angebot zu nutzen. „Als Kreisverband der Bezirksvorsitzenden Ilse Aigner wollen wir hier aber ein Signal setzen“, sagt Radwan.

Greinwald hatte das neue Konzept – unabhängig vom Wirbel um Kögl – in der vergangenen Woche dem Kreisvorstand vorgestellt. Angesichts der öffentlichen Diskussionen ist die Homepage – wenn auch noch lückenhaft – schon jetzt unter www.csu.de/verbaende/kv/miesbach zu finden. Sie soll den von Kögl verantworteten Auftritt ablösen. Noch ist dessen Seite aber im Netz zu finden. „Wir sind gerade dabei, das alles technisch zu ändern“, berichtet Radwan.

Künftig soll sich eine Gruppe von Leuten um den Internetauftritt kümmern und hier auch auf die Ortsverbände zugehen. Ob Kögl Teil dieser Gruppe sein wird, ist auch von dessen Seite noch unklar. In verantwortlicher Position jedenfalls dürfte er sich kaum wiederfinden. Radwan bedauert die ganze Entwicklung. „Karl B. Kögl war immer ein wichtiger Mahner, wenn es ums Thema neue Medien ging. Er hat das Thema im Kreisverband konsequent vorangetrieben.“

AfA: Aigner ist gefordert

Für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD geht die Aufarbeitung des Vorfalls jetzt erst an. Mit einer Löschung und einer Distanzierung sei es bei diesem schweren politischen Sündenfall nicht getan. „Diese unglaubliche Fehlleistung bedarf zumindest einer gründlichen Fehleranalyse, um einen Wiederholungsfall auszuschließen“, sagt Kreisvorsitzender Hans Pawlovsky. Hier sei die Bezirksvorsitzende Aigner gefordert.

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