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Eiszeit zwischen dem Landrat und seiner Stellvertreterin: Ingrid Pongratz wirft Wolfgang Rzehak, sie zu diskreditieren, und fordert eine Entschuldigung.

Nach Streit im Kreistag

Pongratz fordert von Rzehak Richtigstellung und Entschuldigung

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Im Streit um die Ausweisung der Wasserschutzzone wird der Ton zunehmend schärfer. In einem neuerlichen Brief hat Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) gestern Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) aufgefordert, den von ihm „unberechtigterweise erhobenen Vorwurf“ öffentlich richtigzustellen und sich bei ihr zu entschuldigen.

Wie berichtet, hatte Rzehak Pongratz im Zuge der jüngsten Sitzung des Kreistags vorgeworfen, sie sei als stellvertretende Landrätin mit ihren kritischen Äußerungen zur Durchführung des Erörterungstermins „den Mitarbeitern des Landratsamts in den Rücken gefallen“ und habe diese diskreditiert.

Diesen Vorwurf weist Pongratz von sich. „Zu keinem Zeitpunkt“ habe sie „ungerechtfertigte Kritik an deren Arbeit geäußert“. Vielmehr stelle sie fest, dass Rzehak den Versuch unternehme, „mich zu diskreditieren und sich selbst aus der Verantwortung zu nehmen“. Zumal sie im Anhörungsverfahren „nie als stellvertretende Landrätin agiert habe, sondern stets als Erste Bürgermeisterin der Stadt Miesbach, also als Einwender“.

Pongratz sieht zudem den Landrat als Urheber für den von Konfrontationen geprägten Verlauf des Erörterungstermins: „Die Benachteiligung der Einwender und ihrer Vertreter sowie die Art der Verhandlungsführung unter Ihrer Verantwortung, deren höchst unerfreulichen Verlauf Sie zugelassen haben, sondern eher teilnahmslos zugesehen hatten, führte zu dem Ergebnis, dass sich eine nahezu unversöhnliche Stimmung im Saal entwickelte, bis hin zur Herbeirufung der Polizei zur Entfernung eines der Rechtsanwälte.“ Im Übrigen lege sie „großen Wert“ darauf, dass „meine Wortmeldungen gerade dann, wenn ich persönlich angegriffen werde, nicht ,übersehen’ werden, sondern dass mir im Kreistag Gelegenheit gegeben wird, auf solche Angriffe zu antworten“.

Ob Rzehak der Aufforderung zur Entschuldigung und Richtigstellung nachkommt, war gestern nicht zu klären. Laut Landratsamtssprecher Birger Nemitz hatte der Landrat den zugegangenen Brief noch nicht gelesen.

ddy

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