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Die Helfer an der Grotte: (v.l.) Gabi Brünner (Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Miesbach), Maurer Yasar Onsüz, Maurer Siddik Atilgan und Ferdinand Huber (Stiftungsratsvorsitzender der Bürgerstiftung Miesbach) vor dem wiederhergestellten Bauwerk. 

Freude bei der Bürgerstiftung Miesbach

Nach Sturmschaden: Miesbacher Klostergrotte wieder wie neu

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Ein Sturm hatte die kleine Lourdes-Grotte beim Miesbacher Kloster schwer beschädigt. Jetzt ist sie wieder repariert - zumindest außen. Doch das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

Miesbach – Ein Wallfahrtsort lässt sich nicht von heute auf morgen bauen – und auch nicht reparieren. Fast ein Jahr dauerte es, ehe die kleine Lourdes-Grotte auf der Miesbacher Klosterwiese nach ihrem Sturmschaden wieder wetterfest war. Umso erleichterter ist Ferdinand Huber, Vorsitzender des Stiftungsrats der Bürgerstiftung Miesbach, dass die Außenarbeiten nun abgeschlossen sind.

Wie berichtet, war bei einem Gewittersturm Mitte August 2017 eine Blutbuche auf das Bauwerk aus der Zeit der Armen Schulschwestern gestürzt und hatte dieses schwer beschädigt. Bald wurde der Wunsch aus der Bevölkerung laut, die Grotte wieder aufzubauen, berichtet Huber. Zuerst habe das Technische Hilfswerk den losen Schutt entfernt, dann hätten Helfer der Bürgerstiftung den bröckelnden Mörtel von den Tuffsteinen abgeklopft und sie so wieder aufbereitet.

Lesen Sie auch: Wegen Sturm: Blutbuche zerschmettert Klostergrotte

Am schwierigsten gestaltete sich aber die Suche nach einer Baufirma, berichtet Huber. Durch die gute Auftragslage auf dem Markt hätte niemand auf die Schnelle Zeit gehabt. Bis der Stiftungsratsvorsitzende den Miesbacher Maurer Siddik Atilgan anfragte. Der habe spontan zugesagt und sich auch gleich mit seinem Kollegen Yasar Onsüz an die Arbeit gemacht. „Die haben das wirklich mit viel Liebe gemacht“, erzählt Huber. Das sieht man auch am Ergebnis: Noch schöner als vor dem Sturm steht die Grotte heute da. Denn Atilgan und Onsüz haben auch die vorher nur aus Beton bestehende Rückwand mit Natursteinen und Tuff verkleidet.

Noch offen ist hingegen die Innenausstattung der Grotte. Hier gehen die Meinungen noch auseinander, sagt Huber. Er persönlich würde aber wieder die Lourdes-Variante favorisieren. Diese würde dem Ansinnen der Armen Schulschwestern, sich auf ihrem Gelände einen kleinen Wallfahrtsort zu schaffen, am besten gerecht. Ein Angebot für eine Marienfigur hat Huber bereits vorliegen. Weil die ursprüngliche Statue nicht mehr auffindbar ist, stand in den vergangenen Jahren lediglich ein gemaltes Bild in der Grotte. In jedem Fall braucht diese aber auch noch Gitter aus Metall.

Auch wenn die offizielle Einweihung noch in den Sternen steht: Finanzielle Unterstützung wurde der Bürgerstiftung bereits zugesagt. Nicht nur von Stadt und Pfarrei, sondern auch von privaten Spendern. So eben, wie es sich für den Wiederaufbau eines kleinen Wallfahrtsortes gehört.

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