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Blick auf die Sparkasse in Miesbach.

Nachfolger für Erwin Graf gefunden

Kreissparkasse: Schlipf rückt in Vorstand nach

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Ein Nachfolger für den zum Jahresende ausscheidenden Erwin Graf ist gefunden. Udo Stefan Schlipf (54) rückt in den Vorstand der Kreissparkasse nach.

Landkreis – Das Auswahl- und Bestätigungsverfahren ging nahezu in Rekordzeit über die Bühne. Anfang Juli hatte der Verwaltungsrat der Kreissparkasse dem Wunsch des langjährigen Vorstandsmitglieds Erwin Graf (59) entsprochen, ihn aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand zu entlassen. Kurz darauf lief die Suche nach einem Nachfolger an. 41 Banker bewarben sich um den Posten. „Diese große Anzahl an Bewerbern spricht, wie uns vom Sparkassenverband Bayern bestätigt wurde, für die Attraktivität unseres Hauses“, heißt es in einem Schreiben des Verwaltungsratsvorsitzenden, Landrat Wolfgang Rzehak, an die Mitarbeiter der Kreissparkasse.

Bafin hat das letzte Wort

Udo Stefan Schlipf, künftiges Vorstandsmitglied

Die Belegschaft war bereits Mitte September darüber informiert worden, dass Udo Stefan Schlipf zum 1. Januar 2020 in den Vorstand nachrücken soll. Unter den zuletzt fünf Bewerbern, die sich persönlich im Verwaltungsrat vorstellen durften, überzeugte der 54-Jährige aus Baden-Württemberg am meisten. Im Oktober gab es in nicht öffentlicher Sitzung auch grünes Licht vom Kreistag, doch das letzte Wort hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). „Wir warten noch auf die offizielle Vollzugsmeldung“, berichtet Vorstandsvorsitzender Martin Mihalovits (50) auf Nachfrage. Mit Verzögerungen oder Schwierigkeiten rechnet er allerdings nicht.

Der promovierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler Schlipf war nach Stationen bei mehreren Banken von 2010 bis 2016 Vorstandssprecher der Volksbank Schwarzwald-Neckar. In dieser Funktion war er nach Zeitungsberichten der Impulsgeber für die Fusion mit der Volksbank Donau-Neckar. Nach der Verschmelzung zur Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar gehörte er dem Vorstand als stellvertretender Vorsitzender an. Die weitere Zusammenarbeit scheiterte aber an unterschiedlichen Vorstellungen bei der künftigen Vertragsgestaltung. Im Februar 2018 schied Schlipf aus. Zuletzt arbeitete der Vater dreier Söhne für die Handels- und Gewerbebank Liechtenstein.

Direkter Aufstieg innerhalb des Hauses nicht möglich

Martin Mihalovits, Vorstandsvorsitzender

Kreissparkassen-Chef Mihalovits freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen, erfahrenen Vorstandskollegen. „Er kennt das Geschäft der Regionalbanken und weiß, wo er hinlangen muss“, sagt Mihalovits. Die Berufung Schlipfs bedeute nicht, dass die Bank nicht selbst auch Mitarbeiter mit Vorstandspotenzial in ihren Reihen habe. Man fördere gezielt auch junge Talente und investiere in deren Ausbildung.

Ein direkter Aufstieg innerhalb des Hauses sei wegen der strengen Vorgaben bei den Sparkassen mittlerweile aber nahezu ausgeschlossen. „Wer in den Vorstand aufrücken möchte, muss mindestens ein bis zwei Jahre in einer anderen Sparkasse oder Bank gearbeitet haben“, berichtet Mihalovits. Er kennt das aus eigener Erfahrung: Der Unternehmensberater und promovierte Staatswissenschaftler kam 2000 als Leiter Consulting zur Kreissparkasse. Ehe er 2011 in den Vorstand und 2012 an die Spitze rückte, legte er einen 16-monatigen Zwischenstopp bei der Bayerischen Landesbank ein. Sein eigener Vertrag läuft noch bis Ende 2020.

sh

Lesen Sie auch: Wie der Kreissparkassen-Chef einen Randalierer fing.

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