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Ende Januar sollen die manipulierten Autos in die Werkstatt. Rene Kaschta vom Autohaus Weingärtner untersucht die Abgaswerte.

Nachgefragt bei Autohaus-Inhaber zum VW-Rückruf

„Wir müssen das selbst stemmen“

Miesbach - Ende Januar sollen die ersten manipulierten Dieselmotoren des VW-Konzerns in die Werkstatt. Inhaber des VW-Autohauses in Miesbach, Martin Weingärtner, kann Ausmaß noch nicht einschätzen.

Insgesamt bei 2173 Volkswagen-Partnern in ganz Deutschland können die notwendigen Arbeiten an den manipulierten Dieselmotoren durchgeführt werden. Die Werkstätten von Martin Weingärtner in Miesbach und Waakirchen gehören auch dazu. 

Im Durchschnitt sollen pro Werkstatt rund 1000 Fahrzeuge anrollen, und für jedes Auto werden etwa 90 Minuten Arbeitszeit gerechnet. Für die VW-Partner ist das eine große Aufgabe. 

Herr Weingärtner, wissen Sie schon, wann die ersten Kunden bei Ihnen aufschlagen? 

Weingärtner: Nein, dafür gibt es noch keinen genauen Zeitpunkt. Bisher hat sich noch niemand gemeldet. Die Kunden werden meines Wissens vom Kraftfahrt-Bundesamt angeschrieben, dass sie einen Termin ausmachen sollen. Da bekommen sie auch mitgeteilt, was an ihrem Auto gemacht werden muss. 

Vom Hersteller weiß ich nur, dass es Ende Januar soweit sein soll. Der Kunde kann dann ja selbst entscheiden, an welche Werkstatt er sich wendet. Deshalb weiß ich nicht, ob die Anzahl von 1000 pro VW-Partner zutrifft. 

Haben Sie zusätzliche Mechaniker bekommen, um dieses Mehr an Arbeit zu kompensieren? 

Nein, das müssen wir selbst stemmen. Wir haben aber vier zusätzliche VW-Tester gekauft, die benötigen wir als technisches Equipment. So haben wir nun genügend. Aber ein Tester kostet 3000 Euro – das müssen wir selbst zahlen. 

90 Minuten pro Fahrzeug – wie fangen Sie die anfallende Arbeitszeit auf?

Ich glaube nicht, dass es 90 Minuten dauert. Ich gehe von 30 bis 60 Minuten aus. Das ist aber von Motor zu Motor unterschiedlich, und wir haben noch keine Erfahrung damit. Wir versuchen aber, diese Arbeiten in das normale Tagesgeschäft zu integrieren. Es ist so geplant, dass wir den einen oder anderen Mitarbeiter abstellen, der sich dann nur darum kümmert. 

Was wird das für den Kunden bedeuten? Lange Wartezeiten? 

Die Kunden müssen sich auf jeden Fall einen Termin geben lassen. Es kann sein, dass es zu längeren Voranmeldezeiten kommt. Es könnte sich zum Teil bis zu einer Woche hinziehen. Wir werden das Ausmaß auf uns zukommen lassen müssen.

Interview: Nina Probst

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