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Immer wieder werden Hunde ausgesetzt oder laufen von zu Hause weg. Ein neuer Verein und eine Facebook-Gruppe will sich um sie kümmern.

Nachgefragt bei Tierliebhaberin

„Ich will eben Tierhilfe leisten“

Miesbach - Lisa Stachowiak will mit einer eigenen Facebook-Gruppe entlaufene Hunde und Katzen finden. Auch ein Verein ist für die Zukunft geplant.

Wenn das geliebte Haustier wegläuft, versetzt das die Besitzer meist in Panik. Gut, wenn es dann eine Plattform gibt, auf der die Haustierhalter ihre Sorge kund tun und um Hilfe bitten können. Deshalb hat Lisa Stachowiak (25) aus Miesbach eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Entlaufen und Sichtungen Lks MB RO TS TÖL“ gegründet. In kürzester Zeit sind eine Menge Tierliebhaber darauf aufmerksam geworden. 

Frau Stachowiak, wie kamen Sie auf die Idee, diese Gruppe zu gründen? 

Stachowiak: Es gab schon eine Gruppe für den Raum München, aber nicht für unsere Gegend. Und da viele Tiere, vor allem Hunde und Katzen, entlaufen, haben wir diese Gruppe auf Facebook gegründet. Es gibt auch immer wieder Tiere, die ausgesetzt werden. 

Mit meiner Freundin Steffi Schreiber betreue ich die Seite. Ich hatte schon immer Hunde, momentan habe ich einen neunjährigen Labrador namens Rocky. Zudem bin ich als Pflegestelle tätig, beispielsweise wenn Hunde aus Bosnien hierher gebracht werden und vermittelt werden sollen. Ich will eben Tierhilfe leisten. 

Wie funktioniert die Gruppe? Und wie groß ist die Resonanz? 

Wir haben die Gruppe am 2. Januar gegründet und haben seitdem knapp 300 Mitglieder. Das ist enorm viel. Tierbesitzer können darin posten, wenn ihr Haustier weggelaufen ist. Und wenn jemand anruft, dass er ein herrenloses Tier gefunden hat, dann fahre ich los, um es zu holen. Wir haben ein großes Auto mit einer Hundebox hinten drin. Außerdem haben wir einen großen Garten. Da kann der eine oder andere Hund auch mal bei uns bleiben. 

Gibt es weitere Überlegungen, diese Tierhilfe auszubauen? 

Wir wollen mit der Tierhilfe in Weyarn reden, ob wir daraus nicht etwas Größeres machen können. Auch mit verschiedenen Tierheimen. Wir wären auch bereit zu helfen, wenn ein Tier angefahren wurde – beispielsweise ein Reh. Wir wollen Ansprechpartner sein, wenn jemand nicht weiß, was er machen soll. 

Aber das ist natürlich alles auch mit Kosten verbunden. Wir müssen schauen, wie sich das noch entwickelt. Wir haben aber den Plan, die Gruppe bald als einen Verein anzumelden. Das will aber gut überlegt sein und braucht Zeit. Wer aber jetzt schon einen Notfall hat, kann sich bei mir melden unter 01 74 / 9 54 46 11.

Interview: Nina Probst

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