Antrittsbesuch: Natalie Geisenberger traf sich mit Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller. Foto: Stadt Miesbach
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Antrittsbesuch: Natalie Geisenberger traf sich mit Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller.

Einblicke in Winter-Pläne der Sportlerin

Natalie Geisenberger und Gerhard Braunmiller treffen sich

  • Christian Masengarb
    vonChristian Masengarb
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Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller besucht. Das Treffen beendet die Funkstille zwischen der Stadt und ihrer berühmten Tochter.

Miesbach – Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller hat sich im Rahmen seiner Gesprächsrunde mit Natalie Geisenberger, Ehrenbürgerin der Stadt, getroffen. Die viermalige Rennrodel-Olympiasiegerin kam mit Ehemann Markus Scheer, Sohn Leo und Hund Bounty ins Miesbacher Rathaus. „Mich begeistern die starke Persönlichkeit und die Willenskraft, mit der Natalie ihre privaten und beruflichen Ziele verfolgt“, zitiert eine Pressemeldung Braunmiller. Er drücke der „liebenswerten Spitzensportlerin“ Geisenberger fest die Daumen.

Natalie Geisenberger und Gerhard Braunmiller treffen sich

Bemerkenswert ist der Besuch, da das Verhältnis Geisenbergers zur Stadt unter Braunmillers Amtsvorgängerin Ingrid Pongratz abgekühlt war. Wie berichtet, war Geisenberger enttäuscht, nach ihrem zweiten Doppel-Olympiasieg 2018 in Südkorea bei der Heimkehr in die Kreisstadt nicht begrüßt worden zu sein, nicht einmal von einem Wir-gratulieren-Plakat. Seitdem herrschte Funkstille. Geisenberger verlegte auch ihre Hochzeit 2019 aus der Kreisstadt nach Schliersee. Das Treffen mit Braunmiller deutet eine Entspannung zwischen der Stadt und ihrer berühmten Tochter an.

Geisenberger gewährte beim Besuch Einblicke in ihre Pläne für den kommenden Winter. In diesem greift sie erstmals nach ihrer Babypause – Geisenberger wurde im Sommer Mutter, hatte wegen der Schwangerschaft den vergangenen Winter pausiert – wieder in den Weltcup ein. „Ich will noch einmal zu den Olympischen Spielen“, sagt sie. „Nicht trotz Kind, sondern mit Kind.“

Geisenberger, die nach der Geburt schnell wieder mit dem Training begonnen hatte, ist mit ihrer Fitness recht zufrieden. Auch die Motivation stimme. Dem eigenen Ehrgeiz steht sie gelassen gegenüber: „Wenn ich dabei bin, will ich konkurrenzfähig sein.“ Nach Schwangerschaft und Pause geschehe das aber in anderem Maß. „Ich will meinem Sohn die beste Mama sein und nebenbei noch Leistungssport machen. Wenn es klappt mit dem Sport, ist es gut. Wenn nicht, habe ich es versucht.“ Damit es klappt, werden Vater Helmut, Ehemann Markus und Sohn Leo die 32-Jährige zu den kommenden Wettkämpfen begleiten.

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