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Interessierte Zielgruppe: Bei einem Infoabend im Waitzinger Keller in Miesbach machten SMG und Stuzubi den Unternehmern die Ausbildungsmesse schmackhaft. 

Profi-Organisator Stuzubi ist an Bord

Neue Ausbildungsmesse richtet sich an alle Schularten

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Berufsinfotage gehören in Zeiten des Fachkräftemangels zum Pflichtprogramm an vielen Schulen im Landkreis. Im Herbst soll es erstmals eine gemeinsame Ausbildungsmesse in Miesbach geben.

Landkreis – Berufsinfotage gehören in Zeiten des Fachkräftemangels zum Pflichtprogramm an vielen Schulen im Landkreis. Dennoch kochen Mittelschulen, Realschulen und Gymnasium bislang meist ihr eigenes Süppchen. Mit der Folge, dass sich die Zahl der jeweils anwesenden Schüler auf einen überschaubaren Kreis beschränkt – und Unternehmer deshalb oft von Termin zu Termin tingeln müssen. Diese zeit- und kostenintensive Rundreise soll bald der Vergangenheit angehören. Gemeinsam mit dem professionellen Messeorganisator Stuzubi plant die Standortmarketinggesellschaft (SMG) Landkreis Miesbach die erste landkreisweite Ausbildungsmesse.

Am Samstag, 21. Oktober, sollen sich Schüler von Förder-, Mittel-, Realschulen, Gymnasien sowie Fach- und Berufsoberschüler im Waitzinger Keller in Miesbach einen Nachmittag lang an 70 bis 80 Ständen über Ausbildungsmöglichkeiten und Jobangebote informieren können. „Wir wollen die gesamte Branchenstruktur des Landkreises abbilden“, erklärt Johann Holzinger, der sich bei der SMG um das Bildungsmanagement kümmert. Der „neutrale Veranstaltungsort“ stelle sicher, dass sich Schüler aller Schulformen angesprochen fühlen. Durch den Termin an einem Samstagnachmittag werde die Messe zudem als „freiwilliges Angebot“ für alle interessierten jungen Leute und ihre Eltern wahrgenommen.

Bei einer Infoveranstaltung im Waitzinger Keller stellten Stuzubi-Betriebsleiter Thomas Völkl und Martin Greifenstein, Leiter des Miesbacher Berufsschulzentrums, das Konzept vor. 70 Unternehmer, zehn Ansprechpartner von Innungen und Kreishandwerkerschaften sowie ebenso viele Schulvertreter hörten sich das neue Angebot an. Für ein wenig Kritik sorgten laut Holzinger die Standgebühren von Stuzubi. 670 Euro netto verlangen die Messeexperten für drei Quadratmeter Ausstellungsfläche, sechs Quadratmeter kosten knapp 1500 Euro. Dafür gibt’s neben einem professionell aufgebauten Stand auch ein Cateringangebot sowie ein Marketingpaket mit Plakaten, Flyern und Online-Werbung.

Trotzdem seien diese Preise – vor allem für kleine Handwerksbetriebe – zu hoch angesetzt, merkten einige im Publikum an. „Wir wollen eben ein werthaltiges Angebot schaffen“, verteidigt Holzinger die Pläne. So leiste Stuzubi auch ein Stück weit Pionierarbeit. „Für die ist das die erste Messe auf dem Land“, erklärt Holzinger. Bislang sei der Veranstalter vorwiegend in Großstädten wie München und Nürnberg aktiv gewesen. Damit auch kleinere Betriebe im Waitzinger Keller um Nachwuchs werben können, hätte einige Innungen und Kreishandwerkerschaften Bereitschaft signalisiert, diese bei der Finanzierung der Standgebühr unter die Arme zu greifen. Die Vorteile liegen für Holzinger auf der Hand. Bei der Ausbildungsmesse könnten Unternehmer an einem Nachmittag weit mehr als 1000 Schüler aus allen Bereichen ansprechen.

Die SMG jedenfalls hat große Pläne für die Veranstaltung. So soll diese keine Eintagsfliege sein, sondern langfristig im Landkreis etabliert werden. Immerhin zehn Zusagen von Firmen liegen Holzinger bereits vor – obwohl die offiziellen Anmeldeunterlagen noch gar nicht verschickt wurden. Als Konkurrenz oder gar Ersatz für die schulinternen Ausbildungs- und Berufsinfotage sehe die SMG die neue Messe aber nicht, betont Holzinger. „Da wird sehr gute und wichtige Arbeit geleistet.“

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