Neue Zuschnitte

Bundestagswahlkreis schrumpft zusammen

Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach - Bayern ist gewachsen, Thüringen geschrumpft - in Bezug auf die Zahl der Einwohner. Deshalb werden nun die Wahlkreise angepasst.

Die oberbayerischen Bundestagswahlkreise bekommen einen neuen Zuschnitt. Das hat der Bundestag kürzlich beschlossen. Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach bilden zur nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 einen Wahlkreis, der Landkreis Starnberg fällt weg. Er schließt sich mit dem Kreis Landsberg und der Stadt Germering zusammen.

Die Neuordnung liegt im Bevölkerungswachstum in Oberbayern begründet. Laut Gesetz darf ein Wahlkreis eine bestimmte Bevölkerungszahl nicht überschreiten, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete sollen nämlich ungefähr gleich viele Bürger vertreten. Bayern bekommt deshalb einen Wahlkreis mehr. In Thüringen schrumpft die Bevölkerung, das Land gibt einen Wahlkreis ab. 46 von insgesamt 299 Wahlkreisen in Deutschland würden so auf Bayern entfallen.

Für den SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel aus Kochel ist dieser Schritt folgerichtig. „Es ist ja seit vielen Jahren klar, dass der Wahlkreis zu groß ist und man etwas verändern muss“, sagt Barthel auf Nachfrage unserer Zeitung. Er habe in der Vergangenheit auch mehrfach deutlich gemacht, dass diese Änderung nötig sei. Nun habe der Bundestag entschieden, was auch eine gewisse Erleichterung bedeute. Ein kleinerer Wahlkreis intensiviere den Kontakt zum Bürger. „Insofern ist nichts dagegen zu sagen“, so Barthel weiter. „So ist man ein Drittel näher an den verbliebenen Bürgern dran.“ Bis zum Ende der Legislaturperiode sei er aber unverändert für seinen bisherigen Wahlkreis zuständig und kümmere sich um alles.

Was die Bundestagswahl 2017 angehe, müsse man erst einmal sehen, wer gewählt werde. Ob Barthel erneut kandidiert, könne er zum jetzigen Zeitpunkt freilich noch nicht sagen. „Für eine Aufstellung ist es noch zu früh.“

CSU-Abgeordneter Alexander Radwan beurteilt den neuen Zuschnitt ähnlich. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung sei er notwendig gewesen. Er habe auch den Landkreis Starnberg gerne betreut, und er sei ihm über die Jahre „ans Herz gewachsen“, so der aus Rottach-Egern stammende Politiker. Unabhängig von der neuen Struktur bleibe er aber weiterhin Ansprechpartner für Bürger und Firmen in Starnberg. „Man wird weiter kollegial zusammenarbeiten.“ 

ah

Rubriklistenbild: © dpa

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