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Hat sich schon ein bisschen eingelebt: Thomas Kaspar (52) aus Aschau im Chiemgau ist der Nachfolger von Johanna Tojek-Rieth an der Realschule Miesbach. 

Er selbst bezeichnet sich als „schülerfreundlich“

Neuer Direktor an der Realschule Miesbach: Thomas Kaspar stellt sich vor

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Nicht nur die 121 Fünftklässler erleben am kommenden Dienstag ihren ersten Schultag an der Realschule Miesbach. Auch ihr neuer Direktor gibt seinen Einstand. Wir stellen ihn vor.

Miesbach – Nicht nur die 121 Fünftklässler erleben am kommenden Dienstag ihren ersten Schultag an der Realschule Miesbach. Auch ihr neuer Direktor gibt seinen Einstand: Thomas Kaspar (52) hat die Nachfolge von Johanna Tojek-Rieth angetreten, die sich im Sommer nach 18 Jahren an der Schule krankheitsbedingt vorzeitig verabschieden musste (wir berichteten). Im Schulhaus kennt sich Kaspar bereits ein bisschen aus, schließlich ist er schon seit ein paar Tagen im Dienst. „Die Nebel lichten sich“, sagt der 52-Jährige, der in Aschau im Chiemgau wohnt.

Seine berufliche Heimat hatte Kaspar zuletzt an der Reiffenstuel-Realschule in Traunstein. Zehn Jahre kümmerte er sich dort um die Schülerschaft. Und die hatte einen deutlichen Männerüberschuss. 520 der 640 Jugendlichen waren Buben, erzählt der Schulleiter. Das liege aber nicht an der Sozialstruktur Traunsteins, sondern an der dortigen kirchlichen Mädchenrealschule. Eine solche Geschlechtertrennung erwartet Kaspar in Miesbach nicht. Hier sind die 410 Mädels sogar in der Überzahl. Insgesamt besuchen im kommenden Schuljahr 758 Schüler die Realschule. Eine Zahl in etwa auf Vorjahresniveau. Die Schüler verteilen sich auf 30 Klassen und werden von 56 Lehrern (inklusive Referendare) betreut.

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Gerade der Lehrernachwuchs war ein Grund, warum sich Kaspar für die Stelle in Miesbach beworben hat. Die Gunetzrhainer-Realschule ist eine von 50 Seminarschulen in Bayern. Das heißt, dass die angehenden Referendare hier ihre ersten Schritte im Unterricht machen können. Nach Miesbach wechseln müssen hätte Kaspar dafür aber eigentlich nicht. Auch seine alte Schule bietet diese Möglichkeit. Er habe sich dort auch sehr wohlgefühlt, betont der Aschauer. „Ich bin aber ein Typ, der auch mal etwas neues braucht.“

Sein erster Eindruck ist positiv, betont der 52-Jährige. „Ohne jemand Honig um den Mund zu schmieren: Ich bin sehr zufrieden.“ Nicht nur mit seinem Kollegium, sondern auch mit dem Gebäude. Ein weiterer Kontrast zu seiner alten Wirkungsstätte in Traunstein. Dort sei das Schulhaus 50 Jahre alt, müsse dringend saniert werden. In der erst vor sechs Jahren umfangreich modernisierten Miesbacher Realschule sei hingegen alles auf dem neuesten Stand.

Vom pädagogischen Konzept will sich der neue Schulleiter erst ein detailliertes Bild machen, bevor er über mögliche Veränderungen nachdenkt. „Ich will nicht die Axt im Walde sein“, sagt er. Grundsätzlich liege ihm eine Schule aber nicht als systemische Institution, sondern in erster Linie wegen ihrer Menschen am Herzen. „Pro Schüler“ will Kaspar deshalb arbeiten. „Zumindest, so weit wie möglich“, fügt er schmunzelnd hinzu. Auch für die Lehrer will er stets ein offenes Ohr haben. „Die arbeiten oft am Anschlag.“ Kaspar weiß, wovon er spricht, schließlich steht er selbst an der Tafel. Drei neunte Klassen wird er in Miesbach in Wirtschafts- und Rechtslehre unterrichten.

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Privat kennt der 52-Jährige die Kreisstadt nur vom Durchfahren. Die Familie seiner Frau lebt in Schongau, erzählt er. Für sportliche Ausflüge zum Langlaufen oder in die Berge habe er sich als Aschauer eher ins heimische Chiemgau orientiert. Dort will er auch wohnen bleiben, zumal sich der Arbeitsweg mit dem Schulwechsel nicht verändere. „Vorher bin ich Richtung Osten gefahren, jetzt eben Richtung Westen“, sagt Kaspar.

Beruflich gesehen will er aber in Miesbach bleiben, meint er. In zehn Jahren sei er kurz vor dem Ruhestand, da sei die Lust auf einen weiteren Neuanfang nicht mehr ganz so groß. Und über den für ihn ungewohnt hohen Mädchenanteil an der Schule braucht sich Kaspar keine Sorgen machen: Er ist Vater von vier Töchtern.

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