Auf gute Zusammenarbeit: Landrat Olaf von Löwis (l.) bestellte Wolfgang Kuhn (2. v. l.) zum neuen Jagdberater. Zu den ersten Gratulanten zählten Veronika Kirschenhofer, Jagdsachbearbeiterin am Landratsamt, und der scheidende Jagdberater Tobias Hupfauer. Foto: Landratsamt
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Auf gute Zusammenarbeit: Landrat Olaf von Löwis (l.) bestellte Wolfgang Kuhn (2. v. l.) zum neuen Jagdberater. Zu den ersten Gratulanten zählten Veronika Kirschenhofer, Jagdsachbearbeiterin am Landratsamt, und der scheidende Jagdberater Tobias Hupfauer.

Im Spannungsfeld von Wald und Wild

Neuer Jagdberater: Wolfgang Kuhn will emotionales Thema beruhigen

Wolfgang Kuhn ist neuer Jagdberater im Landkreis Miesbach. Er will das emotional aufgeladene Thema Wild und Wald beruhigen.

Landkreis – Landrat Olaf von Löwis (CSU) hat einen neuen Jagdberater bestellt: Wolfgang Kuhn, der bisherige Hochwild-Hegeringleiter, übernimmt das Amt von Tobias Hupfauer. Der Förster im Ruhestand hat sich vor allem eines vorgenommen: Er möchte Ruhe in das emotional aufgeladene Thema Wald und Wild bringen und gemeinsame Lösungen finden. Stellvertretender Jagdberater bleibt Andreas Köpferl.

Ein Jagdberater berät die Untere Jagdbehörde am Landratsamt, wenn fachliche Einschätzungen notwendig sind – beispielsweise bei der Aufstellung von Abschussplänen oder Anordnung von Wildschutzgebieten. Er agiert also im brisanten Spannungsfeld von Wald und Wild. „An Wald und Wild hängen viele Interessen, die oft konkurrieren“, weiß Olaf von Löwis, „als Förster mit jahrzehntelanger Berufserfahrung traue ich mir zu, einen geeigneten Kandidaten für das Amt des Jagdberaters auszusuchen, der Brücken baut zwischen allen Beteiligten.“

Dieser Brückenbauer soll Wolfgang Kuhn sein. Der 67-Jährige aus Bad Wiessee arbeitete als Förster und war zuletzt 30 Jahre lang Revierleiter des Staatsforstrevieres Bad Wiessee. Vier Kandidaten für das Ehrenamt des Jagdberaters hatten sich bei Löwis vorgestellt. „Ich habe alle Teilnehmer in Vier-Augen-Gesprächen direkt auf verschiedene konfliktreiche Themen angesprochen“, berichtet der Landrat. Dabei ging es etwa um den Aufbau klimastabiler Mischwälder, das Verhältnis von Wald und Wild und die Bedeutung von Fütterungen. Aus den Einzelgesprächen ging Kuhn als Favorit hervor. „Er scheint mir in der Lage und bereit zu sein, sowohl die Belange der Wald- und Grundbesitzer, der Förster, als auch der Jäger ausgewogen zu vertreten“, betont Löwis. Allen Bewerbern habe er sein persönliches Interesse an einem Ausgleich der verschiedenen Belange kundgetan.

Kuhn hat 50 Jahre Erfahrung

Kuhn möchte mit seiner Erfahrung punkten: Er ist seit über 40 Jahren Förster, seit 50 Jahren Jäger und war 34 Jahre Ausbilder für den Forstdienst. „Ich möchte die Leute zusammenbringen und weder um Ideologien streiten noch auf Konfrontation gehen“, betont Kuhn. Die Untere Jagdbehörde lobt die hervorragende Zusammenarbeit mit Kuhn in seiner bisherigen Position als Hochwild-Hegeringleiter.

„Ich bitte alle Beteiligten darum, Herrn Kuhn eine faire Chance zu geben“, sagte der Landrat. Er sei überzeugt, dass sich der neue Jagdberater für die bestmöglichen Lösungen einsetze. „Ich werde alle Diskussionen intensiv verfolgen und mich bei Bedarf einschalten“, kündigte der Landrat an.  

mm

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