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Bei der Primizfeier in Garmisch-Partenkirchen hielt Korbinian Wirzberger nach seiner Priesterweihe 2013 seinen ersten Gottendienst ab.

Neuer Pfarrvikar Korbinian Wirzberger

Er ist Feuerwehrmann, Bergsportler und bald Priester in Miesbach

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Zu den Pfarrverbänden Miesbach und Hausham stößt bald Pfarrvikar Korbinian Wirzberger. Der ist außerdem langjähriger Feuerwehrmann und sportelt gern in den Bergen. Und mehr:

Miesbach/Hausham – Feuerwehrmann, Bergsportler, Naturliebhaber – der neue Pfarrvikar der Pfarrverbände Miesbach und Hausham passt zur Mentalität im Oberland. Dessen war sich Pfarrer Michael Mannhardt gleich sicher, als diese Woche feststand, wer ab September die vier Pfarreien unterstützen wird: Korbinian Wirzberger (34). Ein Priester mit einer etwas anderen Art als viele Gläubige gewohnt sein mögen. Sein Ausbilder und Mentor in München beschrieb Wirzberger mit seinen Ecken, Kanten und einem großen Herz einst humorvoll als „laut, krachert und in bunten Markenklamotten“.

Pfarrer Mannhardt hat Wirzberger schon persönlich kennengelernt. „Er macht einen flexiblen Eindruck.“ Mannhardt kann sich gut vorstellen, dass Wirzberger mit der speziellen Situation in Miesbach gut klarkommt. Denn daran, dass Mannhardt nach dem Abschied von Stadtpfarrer Stefan Füger beide Pfarrverbände leitet, hat sich nach wie vor nichts geändert. Wirzberger kann ab September zur Entlastung beitragen – zum einen betrifft das Mannhardt selbst, aber auch die Pfarrer in Rente, die in den vergangenen Monaten verstärkt eingespannt wurden. „Er wirkt aufgeschlossen, interessiert und lebendig.“

Derzeit ist Wirzberger im Pfarrverband Teisendorf und dort in der Pfarrei St. Ulrich in Neukirchen tätig, wie Bettina Gröbner vom Erzbischöflichen Ordinariat München bestätigt. Als Pfarrvikar trägt er in den ersten Jahren nach seiner Priesterweihe noch keine alleinige Verantwortung für eine Pfarrei und ist dem Pfarrer unterstellt. Für ein Gespräch war Wirzberger gestern nicht zu erreichen. Aber wohl schon im Juni wird er Miesbach einen Besuch abstatten. „Wir wollen uns zeitnah alle zusammensetzen“, sagt Pfarrer Mannhardt.

Wenn Wirzberger im September in die Kaplanswohnung im Miesbacher Pfarrhaus einzieht, ist das eine von vielen Stationen im Leben des Priesters. Geboren 1983 in Landshut, zog die Familie nach Garmisch-Partenkirchen, als Wirzberger vier Jahre alt war. Papa Peter trat dort das Amt des Pastoralreferenten an. Nicht nur väterlicherseits war Wirzberger die Kirche quasi in die Wiege gelegt. Seine Mutter ist Religionslehrerin. Doch obwohl Wirzberger schon seit dem Abitur im Benediktiner Gymnasium Ettal mit dem Priesterseminar liebäugelte, ging er zunächst einen anderen Weg.

An der Uni in Eichstätt studierte Wirzberger Hauptschullehramt. Eines störte ihn daran aber, wie er über sich selbst auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz schreibt: der ungeordnete Tagesablauf. Noch vor dem Abschluss ließ er das Lehramtsstudium sein und trat ins Priesterseminar ein. Dort begrüßte er die klare Gliederung des Tages in Gebets-, Studier-, Frei- und Essenszeiten. Nach dem Studium der Theologie in München ging er zurück nach Garmisch-Partenkirchen. Im Juni 2013 wurde Wirzberger schließlich von Kardinal Reinhard Marx zum Priester geweiht.

Fotos von der Bergsteiger-Ausrüstung, auf Skitour in Südtirol oder beim Motocross in der Kiesgrube – dass Wirzberger auch ein Leben außerhalb der kirchlichen Räume hat, zeigt ein Blick in die Sozialen Netzwerke. Pfarrer Mannhardt sieht das als eine Chance. Wirzberger ist in seinen Augen genau der Richtige, um auch die jüngere Kirchengemeinde anzusprechen. „Er ist ganz nah dran an den jungen Leuten.“

nip

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