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Guter Vorsatz: Mit dem Grundsatzbeschluss bekennt sich der Miesbacher Stadtrat zu einem aktiveren Arbeiten bei der Stadtentwicklung. Bislang verliefen Projekte wie die geplante Verbesserung der Beleuchtung am Lebzelterberg eher schleppend.

Stadtentwicklung

Neuer Schwung dank Grundsatzbeschluss

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Miesbach - Der Stadtrat will die Stadtentwicklung aktiver vorantreiben. In einem Grundsatzbeschluss sprachen sich die Mitglieder dabei nun für größtmöglichen Konsens aus. Zudem wird nach einem Moderator gesucht - ein Thema mit Diskussionsbedarf.

Den Worten folgte nun die Tat. Wie berichtet, hatte Markus Seemüller (FW) beim jüngsten Treffen der Initiative Marktplatz einen Grundsatzbeschluss zur Stadtentwicklung angeregt, was auch Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) unterstützte. Nun stand das Thema unter Unvorhergesehenes auf der Tagesordnung des Stadrats. Doch Einigkeit herrschte noch nicht.

Konkret geht es um den zweiten Teil des Beschlussvorschlags, wonach der Prozess von „einem unabhängigen, allseits akzeptierten Moderator begleitet werden“ soll. Die Verwaltung soll eine entsprechende Person „eruieren und vorschlagen“. Für Seemüller ein schwieriger Passus, „denn eigentlich haben wir bereits einen solchen Moderator“, erklärte er mit Blick auf Citymanager Schorsch Danner. Deshalb regte er an, die nächsten Schritte dazu erst im Stadtentwicklungsausschuss zu besprechen.

Unterstützung bekam Seemüller vom Zweiten Bürgermeister Paul Fertl (SPD). Auch er sprach sich dafür aus, das Thema dem Stadtentwicklungsausschuss zu übertragen: „Das ist ja gut gemeint, aber wir müssen feststellen: Wir haben Stadtplaner Otto Kurz, Danner und jetzt noch mal einen.“ Vielleicht könne ja Kurz das Moderieren übernehmen.

Während Pongratz darauf hinwies, dass „andere mit Danner nicht zufrieden sind“, machte sich Alfred Mittermaier (CSU) für einen Moderator stark, „der eine gewisse Konstanz hat“, denn Danners Vertrag ende zur Jahresmitte. CSU-Fraktionssprecher Franz Mayer sah es ähnlich: „Kurz und Danner sind ja deshalb nicht aus dem Rennen. Das heißt auch nicht, dass sie schlechte Arbeit geleistet haben.“ Es gehe aber darum, jemanden zu finden, der von allen akzeptiert wird – so wie es beim Treffen der Initiative gewünscht worden war. Sein Fazit: „Wenn es einer von beiden macht, sollen alle einverstanden sein.“

Seemüller war mit diesen Erklärungen nicht zufrieden. „Ich finde das Kurz und Danner gegenüber nicht fair“, stellte er fest. Zudem sei der Stadtentwicklungsausschuss ein Lenkungsgremium, das den Prozess führen soll. Angesichts der guten Atmosphäre, die zuletzt geherrscht habe, setzte er sich dafür ein, im Stadtentwicklungsausschuss darüber zu beraten und die Stammtische sowie die Initiative daran zu beteiligen.

Der Beschlussvorschlag wurde um diesen Passus erweitert und einstimmig angenommen. In der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, die am Montag, 4. April, stattfinden soll, wird das Thema Moderator behandelt. Auch der gewünschte neue Kandidat soll zu diesem Termin eingeladen werden. Die Entscheidung – das stellte Pongratz bereits klar, „trifft aber der Stadtrat“.

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