Kofi Annan ist gestorben

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Beim Neujahrsempfang verlieh (v.l.) Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz Walter Koller  die Bürgermedaille und ehrte Lisa Braun-Schindler aus Schliersee für deren Wirken rund um Migration und Integration.

Neujahrsempfang in im Waitzinger Keller

Mit buntem Programm ins Jubiläumsjahr

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Mit viel Energie und Elan soll Miesbach in das neue Jahr starten. Dies wünschte sich Bürgermeisterin Ingrid Pongratz beim Neujahrsempfang im Waitzinger Keller – nicht zuletzt wegen des Jubiläums 100 Jahre Stadterhebung. Zudem ehrte sie Walter Koller und Lisa Braun-Schindler.

Es sind große Jubiläen, die Miesbach 2018 feiert. 100 Jahre ist es her, dass Bayerns letzter König Ludwig III. den Ort zur Stadt erhob. Zudem feiert die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt im Mai ihr 150-jähriges Bestehen. Da verwundert es nicht, dass das kleinste Jubiläum am Sonntagvormittag unter den Tisch fiel: Denn es war auch der 25. Neujahrsempfang der Stadt.

Umrahmt von den stilvollen Stücken des Sven Ochsenbauer Trios – Namensgeber und Pianist Ochsenbauer ist der Schwiegersohn des verstorbenen Miesbacher Bürgermeisters Hans Maier –, umriss Pongratz, wie die Stadt dieses Jahr feiern will. Den Auftakt macht am Freitag, 19. Januar, die Ausstellung „Mein Miesbach“ in der Stadtbücherei. Im Mai folgt der Waitzinger Keller mit der Ausstellung „Miesbach – 100 Jahre in Bildern“ inklusive Festschrift. Eine solche gibt es auch von der Feuerwehr, die ihren runden Geburtstag mit einem Festakt und einem Festzug feiern wird. Im Rahmen des Stadtjubiläums inszeniert Kulturpreisträger Walter Kohlhauf mit dem Volkstheater das Stück „Die Rumplhanni“ auf der Freilichtbühne des Waitzinger Parks.

Warum das geplante Museum im alten Kloster nun Konkurrenz durch eine Nutzung als Kinderkrippe erhält, erklärte Pongratz mit der Kostenfrage. Bis zu vier Millionen Euro soll der Umbau kosten, und beim Betrieb sei mit bis zu 150 000 Euro pro Jahr zu rechnen. Teuer werde auch die Sanierung des Warmfreibads, doch hier legte sich Pongratz fest: „Das Bad muss erhalten bleiben, denn es ist eine wichtige und äußerst beliebte Einrichtung für alle unsere Bürger, Schulen und auch den Tourismus.“ Dabei hoffe sie nach wie vor, dass der Freistaat 2019 dafür noch ein spezielles Förderprogramm auf die Beine stellt. Denn: Obwohl die Stadt 2017 sechs Millionen Euro mehr als geplant eingenommen hat, seien die nächsten großen Ausgabeposten bereits in Sicht: Grundschulsanierungen in Miesbach und Parsberg, Straßensanierungen sowie 2019 eine üppige Umlage an den Landkreis in Höhe von rund zehn Millionen Euro. Nicht nur deshalb komme dem Ehrenamt auch in Zukunft große Bedeutung zu.

Für sein über Jahrzehnte geleistetes ehrenamtliches Engagement wurde Walter Koller mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Der selbstständige Elektromeister, der auch dem Skiclub, dem Trachtenverein und den Haberern die Treue hält, hat sich laut Pongratz „stets für unser Miesbach eingebracht“. Beim Neubau des Eisstadions und dem Bau der Flutlichtanlage beim FC Miesbach habe er seine Fachkompetenz eingebracht wie bei Volksfest und Bürgerfest. Koller bedankte sich auf der Bühne bescheiden: „Ohne meine Familie hätte ich das nicht geschafft.“

Dank und Anerkennung sprach Pongratz im Namen der Stadt Lisa Braun-Schindler aus. Seit 25 Jahren sei die Schlierseerin, die in einigen Wochen in Ruhestand gehen wird, nicht nur für die Arbeiterwohlfahrt in Sachen Migrations- und Integrationsarbeit tätig, sondern engagiere sich auch privat. So sei ihre Arbeit als Sprecherin des Netzwerks Integration unentbehrlich. Die Geehrte gab den Dank weiter an ihre Mitstreiter, namentlich die Integrationsbeauftragten Max Niedermeier (Kreis) und Inge Jooß (Stadt). Auch Pongratz gebühre Anerkennung, betonte Braun-Schindler: „Vielen Dank für Ihre Willkommenskultur.“

ddy

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