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Nicht ganz gefüllt: Im Festsaal des Waitzinger Keller blieben beim Neujahrsempfang der Stadt Miesbach einige Plätze leer.

Viele wichtige Entscheidungen sind in Miesbach zu treffen

Neujahrsempfang: Bürgermeisterin wünscht sich Schwung

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Miesbach - Ein finanziell hartes Jahr hat die Stadt Miesbach hinter sich gebracht. Beim Neujahrsempfang wünschte sich Bürgermeisterin Ingrid Pongratz für 2017 Fortschritte bei zahlreichen Projekten.

Schwungvoll eröffnete die Band Swing it Up den Neujahrsempfang der Stadt Miesbach im Waitzinger Keller. Mit ihren tänzelnden Klängen zauberten Bernd Stahuber (Piano), Matthias Huber (Saxophon), Marinus Kohlhauf (Schlagzeug) und Toni Wiedemann (Kontrabass) eine locker-leichte und dennoch dynamische Atmosphäre in den ebenfalls nur locker besetzten Festsaal. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz ließ keinen Zweifel daran, dass sie sich diesen Takt auch für die Kreisstadt wünscht. Nur der Titel „Undecided“ – zu deutsch „Unentschlossen“ – passte ihr nicht ganz so gut. „Ich hoffe, dass das nicht Thema des Jahres 2017 wird“, scherzte sie.

Tatsächlich sind in Miesbach in den kommenden Monaten einige wichtige Weichen zu stellen. Mit der Idee eines Heimatmuseums im ehemaligen Kloster und der Sanierung des Warmfreibads wird sich der Stadtrat – trotz angespannter Haushaltslage – weiter befassen. Pongratz ließ aber bereits durchblicken, dass sie dem Museum wegen der geschätzten Umbaukosten von 3,1 Millionen Euro und des jährlichen Unterhalts von bis zu 145 000 Euro keine großen Chancen einräumt. „Ich möchte den Museumsverein nicht enttäuschen und lieber mit offenen Worten die Hoffnungen bremsen“, sagte Pongratz. Die Zukunft des Warmfreibads soll im Frühjahr das Ergebnis einer Konzeptstudie klären. Ferner wird der Stadtrat über eine Beauftragung des Büros Nonkonform für die Entwicklung des Marktplatzes entscheiden.

Schwung erhofft sich die Bürgermeisterin auch für die Industriebranche in Müller am Baum. „Mir ist es ein Herzensanliegen, dass hier geordnete Verhältnisse entstehen“, sagte sie. Das Landratsamt prüfe aktuell eine Bauvoranfrage für den südlichen Bereich an der Bundesstraße. „Vielleicht ergibt sich dadurch eine positive Entwicklung, die sich auf das gesamte Gebiet ausdehnt“, sagte Pongratz.

Die Folgen des Neubaus der Johannisbrücke werden derweil vor allem die Wohngebiete westlich der Schlierach zu spüren bekommen. Je nach Wetter soll im April mit dem Abbruch begonnen werden. Aufatmen dürfen vor allem Senioren, die bei der ersten Sperrung im Spätsommer 2016 unter der baustellenbedingten Streichung einiger Bushaltestellen durch den Regionalverkehr Oberbayern (RVO) gelitten haben. Pongratz kündigte an, sie werde den Stadtrat über die Übernahme der Mehrkosten für einen Kleinbus entscheiden lassen.

In einen einjährigen „Probebetrieb“ geht 2017 der Bolzplatz auf dem Schulsportplatz an der Münchner Straße. Der Schulverband und die Mittelschule seien einverstanden, den Rasen an Werktagen von 15 bis 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 20 Uhr (mit einer Mittagspause von 12 bis 14 Uhr) zum öffentlichen Bolzen zur Verfügung zu stellen. Auch die Lärmschutzvorgaben würden mit dieser Lösung eingehalten, erklärte Pongratz.

Im positiven Sinne laut werden soll es dann 2018 in Miesbach. Mit dem 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr und der Verleihung des Stadtrechts an den Markt Miesbach vor 100 Jahren gibt es gleich zwei Jubiläen zu feiern. Ein gemeinsamer Festausschuss habe sich bereits gegründet, berichtete Pongratz. Dass sie feiern können, haben die Miesbacher bekanntlich bereits 2014 unter dem Motto „900 Jahre Miesbach“ bewiesen. Einen ähnlichen Schwung erhofft sich die Bürgermeisterin für das kommende Jahr: „Ich würde mich sehr freuen, wenn durch gemeinsame Aktionen der Zusammenhalt in unserer Stadt weiter gestärkt werden könnte.“

Ehrung für Rosemarie Griemert

Dank für jahrelanges Engagement: Miesbachs Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (l.) ehrt Rosemarie Griemert.

Ohne Rosemarie Griemert hätten zahlreiche Miesbacher Vereine ein Problem. Seit 20 Jahren engagiert sich die 72-Jährige für das soziale und kulturelle Leben in der Kreisstadt. Um ihre „enorme Tatkraft“ und ihren „nimmermüden Einsatz“ zu würdigen, zeichnete sie Bürgermeisterin Ingrid Pongratz beim Neujahrsempfang mit einer Ehrenurkunde aus. Ob beim Frauenforum, dem Hortverein, der Singvereinigung, der Nachbarschaftshilfe oder dem Verein Kulturvision: Als Kassierin habe Griemert stets „absolute Zuverlässigkeit“ in einem sicher nicht immer einfachen Amt bewiesen, lobte Pongratz die sichtlich gerührte Miesbacherin.

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