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Nicht nur Miesbach: „Spaziergänge“ weiten sich auf andere Gemeinden aus

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Von: Sebastian Grauvogl

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Montagsspaziergang in Miesbach
Nach wie vor im Fokus der Spaziergänger: die Miesbacher Innenstadt. © mzv

Nicht nur in Miesbach versammelten sich am Montagabend wieder „Spaziergänger“: Erstmals tauchte die Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen auch in anderen Gemeinden auf.

Miesbach - Der Aufruf in den einschlägigen Gruppen scheint gefruchtet zu haben. So haben sich am Montagabend erstmals nicht nur in Miesbach sogenannte „Spaziergänger“ zum stillen Protest gegen die Corona-Politik der Bundesregierung versammelt, sondern auch in Irschenberg, Schliersee, Hausham und Fischbachau. Wie der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Miesbach, Christian Redl, auf Nachfrage mitteilt, waren die Rathäuser in den vier Gemeinden die Anlaufstelle für die Spaziergänger.

Keine Verstöße gegen Alkoholkonsumverbot

Schwerpunkt war jedoch erneut die Miesbacher Innenstadt, wo sich rund 400 Personen trafen. In Schliersee zählte die Polizei 37, in Fischbachau und Hausham jeweils 20, in Irschenberg 16. Zudem hätten sich die Versammlungen hier meist bereits nach weniger als einer Stunde wieder aufgelöst. Auch in Miesbach sei alles friedlich und ohne Verstöße abgelaufen, berichtet Redl. Dass das Bistro Vutterkrippe am Lebzelterberg freiwillig auf den Verkauf von Glühwein verzichtet habe, wertet die Polizei als positiven Beitrag zur Einhaltung des seit vergangenen Donnerstag gültigen Alkoholkonsumverbots. Anders als in anderen Landkreisen sei es zudem zu keinen Gegen-Demonstrationen oder Ausschreitungen gekommen. Doch auch Redl appelliert an die „Spaziergänger“, ihre Versammlung einfach offiziell als solche anzumelden. „Sie sollten das Grundrecht auf Meinungsfreiheit für sich nutzen.“  

sg

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