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Stimmung in der Bayernhalle: Zum Auftakt sorgte der Trachtenverein D’Neureuther mit 50-köpfiger Besetzung für große Aufmerksamkeit. Zwei Stunden lang musizierten und tanzten die Gmunder.

Das Oberland von seiner schönsten Seite

Der Landkreis Miesbach bei der Grünen Woche in Berlin

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Seit gestern läuft die Grüne Woche in Berlin, und der Landkreis ist mit einem viel beachteten Stand in der Bayernhalle wieder mittendrin.

Harald Gmeiner ist schwer begeistert. „Es geht drunter und drüber hier“, schwärmt der Vorstand des Tourismus-Kommunalunternehmens Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) am Telefon und meint das durchweg positiv. 

Die Grüne Woche in Berlin – das ist seit einigen Jahren ein Pflichttermin für die Touristiker und Werteproduzenten aus dem Landkreis. Zusammen mit den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau präsentieren sie hier die Produkte und die landschaftliche Schönheit des Oberlands. Heuer ist erstmals auch Garmisch-Partenkirchen mit dabei und damit die gesamte Region Oberland vertreten.

„Von Dritten hören wir immer wieder, dass wir den schönsten und interessantesten Stand in der Bayernhalle haben“, erzählt Gmeiner stolz. Zuletzt wieder von Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die hier am Freitag bei ihrem Messerundgang ein regionales Kisterl in Empfang nahm – bestückt mit Produkten der auf der Messe vertretenen Produzenten Slyrs/Lantenhammer, Herbaria, Naturkäserei, Essendorfer und Speckalm. Die Botschaft des Landkreises: „Hochwertige Region, hochwertige Produkte“. Viele Messebesucher hätten von Tegernsee oder Schliersee schon mal gehört, der Stand in der Bayernhalle soll Lust auf einen Besuch machen. „Mittlerweile ist die Grüne Woche unsere wichtigste Messe“, berichtet Gmeiner.

Das macht auch das Interesse aus der Heimat deutlich. Noch bis Sonntag weilt eine 17-köpfige Delegation aus Kommunalpolitikern und Vertretern von Landkreis-Organisationen in der Bundeshauptstadt. Angeführt wird sie traditionell von Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne), dem die Deutsche Bahn am Donnerstag allerdings wieder einen Strich durch die Rechnung machte. Sein Zug fiel aus, Rzehak kam erst verspätet in Berlin an. Vor zwei Jahren war er wegen des Orkans Friederike in Erfurt gestrandet (wir berichteten).

Verschnaufpausen während des Besuchs gibt es nur wenige. Wie kaum eine andere Veranstaltung bietet die Grüne Woche für Kommunalpolitiker die Möglichkeit zum Netzwerken mit Bürgermeistern und Landräten aus ganz Deutschland. Überdies hat die ATS Rundgänge und Gesprächsrunden organisiert, auf denen sich die Vertreter aus dem Landkreis Anregungen für die Region holen sollen. Bei den Südtirolern informierten sie sich bereits über die Vermarktung regionaler Produkte, in der Themenhalle am Stand von „Silicon Vilstal“ über neue Konzepte für die ländliche Entwicklung. Auch bei Demeter legten sie einen Stopp ein und erfuhren dort mehr über die Bruderhahn-Initiative. Statt männliche Küken gleich nach der Geburt zu töten, kommt das Fleisch der Hähne später auf den Markt. „Das Konzept könnte auch für Landwirte aus unserer Region interessant sein“, sagt Gmeiner. Er selbst ist noch bis Sonntag vor Ort, die Grüne Woche läuft bis 26. Januar.

sh

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