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Irreführende Linie: Die Granitsteinreihe im Kurvenbereich der Kreuzung Am Windfeld/Nordgraben soll entfernt werden, allerdings erst 2019. Umgehend erneuert wird die mittlerweile verblasste Kurvenmarkierung. 

Bauausschuss beschließt Aufschub

Obwohl das Geld da wäre: Wichtiger Umbau an Kreuzung muss warten

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Diesmal ist es nicht das fehlende Geld, das eine Baumaßnahme verzögert, sondern der falsche Zeitpunkt. Die Rede ist von der Kreuzung Nordgraben/Am Windfeld in Miesbach.

Miesbach – Diesmal ist es nicht das fehlende Geld, das eine Baumaßnahme verzögert, sondern der falsche Zeitpunkt. Die Rede ist von der Kreuzung Nordgraben/Am Windfeld im Miesbacher Gewerbegebiet Nord. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die einzeilige Granitreihe im Kurvenbereich entfernen zu lassen – allerdings erst 2019.

Einigen Mitgliedern des Ausschusses ist der Granit-Einzeiler schon seit Längerem ein Dorn im Auge. Der Grund: Die Steinreihe suggeriert manchem Autofahrer, der vom Windfeld in Richtung Münchner Straße unterwegs ist, dass er sich auf der Vorfahrtsstraße befindet. Dabei ist die Abzweigung hinunter in den Nordgraben übergeordnet. Zusammen mit der etwas unübersichtlichen Gesamtsituation im Einmündungs- und Kurvenbereich entstehen dort immer wieder heikle Beinahe-Unfälle. Zudem müsse die abgefahrene Markierung, die die Kurve zum Nordgraben als Vorfahrtsstraße kennzeichnet, erneuert werden.

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An der Notwendigkeit der Arbeiten gab es im Gremium keinen Zweifel, jedoch verwies Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) auf die für 2018 terminierten Arbeiten an der Münchner Straße. „Wenn wir da auch noch den Nordgraben anpacken, steigen uns die Bürger aufs Dach“, befürchtet die Rathaus-Chefin. Denn dann wäre der nördliche Teil Miesbachs verkehrstechnisch abgeschnitten.

Jürgen Brückner, im Rathaus zuständig für den Tiefbau, schlug deshalb vor, das Projekt erst 2019 anzupacken, zumal die Kosten dafür im Haushalt des laufenden Jahres nicht berücksichtigt sind. Insgesamt sei mit 30 000 Euro zu rechnen, was bei einigen Ratsmitgliedern ungläubiges Staunen hervorrief. Dies liege daran, dass in diesem Bereich auch die Entwässerung verlaufe. Die Steinreihe einfach herauszunehmen und die Spalte mit Asphalt zu schließen, ist laut Brückner keine Lösung: „Dann hätten wir wieder einen solchen Streifen.“ Es müsse aber der gesamte Kurvenbereich gemacht werden.

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Einig war man sich, dass die Kurvenmarkierung so schnell wie möglich erneuert werden soll. Dies kann laut Pongratz der Bauhof übernehmen. Ob ein zusätzliches Stoppschild – wie von Franz Mayer (CSU) angeregt – helfen kann, den Kurvenbereich sicherer zu machen, soll die Verkehrsschau der Stadt zeigen. Diese findet im Laufe dieser Woche statt.

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