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Da war die Harmonie noch intakt: (v.l.) Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner, Landrat Wolfgang Rzehak, Minister Helmut Brunner, Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber und Öko-Modellregions-Koordinatorin Marika Kinshofer.

„Nicht wegen, sondern trotz des Landrats“

Öko-Modellregion: Bürgermeister sauer über Aussage des Landrats

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Er habe geholfen, dass die Öko-Modellregion ein Projekt der Bürgermeister wird, sagte Landrat Wolfgang Rzehak im Interview mit unserer Zeitung. Die Steuerungsgruppe sieht das anders. 

Auch Landrat Wolfgang Rzehak steht hinter der Öko-Modellregion (ÖMR), wie er kürzlich im Interview mit unserer Zeitung erklärt hat. Er sei sofort „Feuer und Flamme“ gewesen, doch bei der Präsentation in der Bürgermeisterdienstbesprechung „auf wenig Gegenliebe gestoßen“. Dennoch sei ihm wichtig gewesen, die Ideen umzusetzen. So habe er geholfen, „dass es ein Projekt der Bürgermeister wird“. 

Die Aussage ist in der Steuerungsgruppe gar nicht gut angekommen, wie Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner berichtet. „Die alleinigen Initiatoren, Treiber und Zahler waren die 17 Städte und Gemeinden“, stellt Lechner klar. Er könne nicht nachvollziehen, dass der Landrat die ÖMR in den beginnenden Wahlkampf hineingezogen habe. Da dies aber nun passiert sei, wolle er einige Dinge richtigstellen. So habe Rzehak bei besagter Besprechung zwar gesagt, dass das Projekt schön für den Landkreis wäre, er es aber nicht selbst in die Hand nehmen wolle. Sein Engagement habe sich folglich auf das Gegenlesen des fertigen Bewerbungskonzepts und die Teilnahme an der Verleihung der Auszeichnung beschränkt. 

„Wir haben die Öko-Modellregion nicht wegen, sondern trotz des Landrats“, stellt Lechner klar. Trotzdem setzt der Bürgermeister, dessen Gemeinde bekanntlich die Abwicklung der Finanzierung des ÖMR-Budgets organisiert, auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Landrat. „Wenn er sich einbringen will, ist er jederzeit herzlich willkommen.“ 

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