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Stephanie Stiller (l.) und Kathleen Ellmeier (r.) von der Ökomodellregion Miesbacher Oberland übergeben Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber im Januar 2020 auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin das erste Genusskisterl.
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Voller Freude übergaben Stephanie Stiller (l.) und Kathleen Ellmeier (r.) das erste Genusskisterl der Öko-Modellregion im Januar 2020 an Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Regional und Bio statt 08/15-Geschenkkorb

Ökomodellregion: Produkte aus der Heimat verschenken im Genusskisterl

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Geschenkkörbe sollen künftig ein Aushängeschild für Landwirte und Erzeuger im Landkreis Miesbach sein: mit dem Genusskisterl der Ökomodellregion.

Landkreis – Die Idee dazu hatte Stephanie Stiller, Öko-Modellregionsmanagerin Miesbacher Oberland: „In der Vergangenheit habe ich immer wieder Presseberichte gesehen, wo Kommunalpolitiker ein Präsent anlässlich eines Jubiläums oder als Dankeschön überreichten“, erklärt sie. Auf den Fotos seien Geschenkkörbe mit meist nicht-regionalen Markenprodukten zu sehen gewesen. „Ich dachte mir, dass es doch viel schöner wäre, in der Öko-Modellregion auch Produkte aus der Region zu verschenken.“

Deshalb gibt es nun das „Genusskisterl“ der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland (ÖMR). Dieses können die Gemeinden des Landkreises, das Landratsamt und die Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG) ab sofort als Dankeschön oder zu einem besonderen Anlass verschenken, wie es in einer Pressemitteilung der ÖMR heißt. Die kleinen Holzkisten sollen mit regionalen und bio-regionalen Produkten befüllt werden. Das Besondere: Nicht nur der Inhalt stammt aus der Gegend, auch die Kisterl selbst.

Die Schreinerei der Oberlandwerkstätten fertigt sie aus heimischem Holz und veredelt sie. „Zum Geschenk gehört eben auch die Verpackung“, erklärt Stiller. Die Bürgermeister und Landrat Olaf von Löwis hätten sich daher auf Vorschlag der ÖMR dazu entschieden, die Kisten bei den Oberlandwerkstätten herstellen zu lassen. Sie entsprächen „damit auch absolut dem Trend der Zeit in puncto Nachhaltigkeit“. Und: „Der Beschenkte gibt seine Kiste wieder zurück, und sie kann wieder verwendet werden.“ Die ÖMR hat die Holzkisten bestellt, mit einem Rückgabehinweis versehen und an die Kommunen ausgeliefert.

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Genusskisterl: Regionale Produkte aus dem Miesbacher Oberland verschenken

Knapp 20 Händler und Direktvermarkter im Landkreis, darunter machtSINN in Holzkirchen und die Naturkäserei TegernseerLand in Kreuth, stellen das Genusskisterl für die Gemeinden komplett fertig zusammen. Weitere zehn Direktvermarkter bieten passende Spezialitäten zum Selberbefüllen an, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Wichtig: Gemäß der Vorgaben der ÖMR müssen mindestens zu 50 Prozent bio-regionale Lebensmittel drin sein, den Rest dürfen hochwertige regionale Produkte ausmachen. „Mit der Möglichkeit, die Kisterl individuell zu bestücken mit Produkten der Anbieter in den jeweiligen Gemeinden, können die Kommunen ihre Erzeuger vor Ort unterstützen“, sagt Stiller. Bei Bedarf berät die ÖMR die Kommunen bei der Auswahl der Produkte.

Auch Privatpersonen können das Miesbacher Genusskisterl bestücken lassen

Auch Privatpersonen können bereits jetzt im machtSINN in Holzkirchen, bei Feinkost Sollacher in Rottach-Egern und in den Tegernsee Arkaden in Tegernsee ein Kisterl zum Verschenken leihen und mit Waren im Wert von mindestens 20 Euro ausstatten lassen. Weitere Einzelhändler, die Interesse haben mitzumachen, können sich gerne bei der ÖMR melden, betonen die Verantwortlichen.

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Kathleen Ellmeier, die das Projekt als Mitarbeiterin der ÖMR federführend umgesetzt hat, erklärt, was mit dem Genusskisterl erreicht werden soll: „Die Mandatsträger haben damit die Möglichkeit, sich öffentlich für die Verwendung von regionalen Bio-Lebensmitteln zu positionieren und unterstützen auch unsere bäuerlichen Familienbetriebe.“ Die Bürgermeister und der Landrat seien damit Vorbilder für die Gesellschaft. „Denn Bio-Lebensmittel aus der Region liegen voll im Trend und sollten auch auf dieser sehr sichtbaren Ebene vermehrt verwendet werden“, meint Ellmeier. „Unser Ziel ist es, dass weitere Menschen dem folgen sollen.“ So können im nächsten Schritt weitere Einzelhändler, Unternehmen und Vereine die Kiste anbieten beziehungsweise verschenken.

Eine Liste der teilnehmenden Händler und Direktvermarkter ist auf der Internetseite der Ökomodellregionen in Bayern zu finden.

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