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Nicht zu übersehen ist die Begrüßung in Bad Wiessee. Fahnen, ein großformatiges Foto und sogar ein Wappen aus Blumen – das gefällt.
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Auch in Bayrischzell konkurrieren am nördlichen Ortseingang drei Schilder um die Aufmerksamkeit der Besucher. Dass die eher schlichte „Grüß Gott“-Tafel dennoch ein Hingucker ist, liegt vor allem am hübschen Blumentopf und der idyllischen Lage unter großen Bäumen.
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Warmfreibad, Gottesdienste & Co. Mit Infos wird am Ortseingang von Fischbachau aus Richtung Elbach kommend nicht gespart. Ein „Herzliches Willkommen“ fehlt. Das gibt's dafür aber in Aurach und Wörnsmühl, also am Eingang zur Gemeinde, in Form von Holztafeln.
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Auch für seine Partnergemeinden hat Gmund ein „Grüß Gott“ übrig. Die Holztafel steht vor Moosrain.
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Bergbaumuseum und Sommerrodelbahn: Hausham bewirbt am Ortseingang touristische Höhepunkte – auch wenn die Rodelbahn zu Ostin gehört. Eine Blumenwiese wertet das Ensemble auf. Zu hoch sollte das Gras aber nicht wachsen, sonst sind die Schilder nur noch vom Lkw aus zu lesen.
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Das Holz steckt im Ortsnamen, also passt es auch zum „Grüß Gott“. Trotzdem fällt die Tafel in Holzkirchen etwas spartanisch aus. Nett: der Blumentrog.
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Konkurrenz von links und rechts: Etwas eingezwängt schaut das „Grüß Gott“ in Irschenberg aus.
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Eine neue Tafel hat sich Kreuth geleistet. Das Bergpanorama mit Tegernseer Hütte wirkt stimmig.

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Ortsschilder: So begrüßt der Landkreis seine Gäste

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Landkreis - Alle Städte und Gemeinden im Landkreis haben es: ein Willkommensschild am Ortseingang. Doch welcher Ort begrüßt seine Gäste am schönsten? Wir haben uns im Landkreis umgeschaut.

Alle Städte und Gemeinden im Landkreis haben eins, manche sogar mehrere: Willkommensschilder am Ortseingang. In einer vom Tourismus geprägten Region gehören sie offenbar zum guten Ton. Die Gestaltung ist so unterschiedlich wie die Orte selbst: Vom rustikalen Holzschild bis zum modernen Pylon ist alles dabei. Trotzdem haben fast alle eines gemeinsam: ein „Grüß Gott“oder ein „Herzlich Willkommen“ für ihre Gäste. Thomas Plettenberg (Fotos) und Sebastian Grauvogl (Text) haben sich im Landkreis umgeschaut (siehe Fotostrecke).

Interview zum Thema mit einem Tourismus-Experten

Verkehrszeichen, Werbebanner, Wegweiser: Der Schilderwald an den Straßen ist für Autofahrer mittlerweile Alltag. Werden da die Willkommenstafeln der Urlaubsorte überhaupt noch wahrgenommen? Wir haben bei Professor Torsten Busacker von der Fakultät für Tourismus an der Hochschule München nachgefragt.

Herr Professor Busacker, welche Bedeutung haben die Willkommensschilder am Ortseingang?

Torsten Busacker von der Fakultät für Tourismus an der Hochschule München

Eine wesentlich größere, als man auf den ersten Blick denkt. Denn erst durch eine nett gestaltete Willkommenstafel merkt ein Autofahrer, dass er nicht in ein schnödes Industriegebiet, sondern in einen gastfreundlichen Urlaubsort fährt. Wenn man bedenkt, dass jeder vierte Deutsche, der seine Ferien in seinem Heimatland verbringt, vorher nichts gebucht hat, kann man sich den touristischen Wert der Schilder zumindest ansatzweise vorstellen.

Da reicht aber vermutlich eine schlichte Holzwand nicht aus, oder?

Das kann man nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich muss die optische Gestaltung zum Markenkern des jeweiligen Ortes passen. Wenn also eine Gemeinde mit Ruhe und Natur wirbt, sollte sie in der Tat eher auf ein ansprechendes Schild aus Holz setzen. Ein moderner Wintersportort, der sich vor allem über trendige Events definiert, kann dagegen durchaus auch mit bunter Leuchtreklame punkten.

Es darf also auch Werbung mit dabei sein?

So lange nicht eine Supermarktkette oder ein Elektrogeschäft angepriesen wird, durchaus. Die Orte sollten hier vor allem ihre touristischen Alleinstellungsmerkmale bewerben. Auch Hinweise auf besondere Veranstaltungen sind okay, sie sind ja schließlich ein Service für den Gast. Eine Grundregel gilt aber immer: Die Schilder müssen gepflegt werden.

Warum ist das so wichtig?

Weil die Willkommenstafeln die Visitenkarte eines Ortes sind! Und wenn man schon eine Visitenkarte abgibt, sollte die auch einen positiven Eindruck hinterlassen. Ein schief hängendes oder mit Unkraut überwuchertes Schild sieht dagegen einfach nur traurig aus. Da lässt man es lieber ganz bleiben. Nicht unterschätzen sollte man zudem auch die Verabschiedung der Gäste am Ortsausgang.

Wieso?

Weil auch das die Identifikation mit dem Urlaubsort erhöht. Ein nettes „Bis bald“ liest jeder Stammgast gerne.

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