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Lobte das Friedensbündnis: Lisi Maier bei ihrer Rede am Miesbacher Rathaus.

„Gute Jugendangebote sind die beste Präventionsarbeit“

Lisi Maier beim Ostermarsch über den politischen Nachwuchs

Weil Jugendliche Angst vor einem Rechtsruck in Deutschland haben, engagieren sie sich für die Gesellschaft. Das sagt Lisi Maier vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend beim Ostermarsch in Miesbach.

Miesbach - Seit 2012 steht Lisi Maier aus Irschenberg an der Spitze des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Beim Ostermarsch in Miesbach hielt die 33-Jährige die Hauptrede. Wir sprachen mit ihr über die Rolle des Nachwuchses.

Frau Maier, wie steht es um das politische Interesse von Jugendlichen?

Maier: Das ist stärker geworden. Wir nehmen in den Jugendverbänden wahr, was Shell- und Sinus-Studie offenlegen: dass junge Menschen gerade sehr politisch sind. Sie sind sehr wachsam für das, was gerade in unserer Gesellschaft passiert. Sie haben Angst vor einem Rechtsruck in Deutschland. Deshalb engagieren sie sich sehr stark, zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit. Und sie setzen sich ein für eine solidarische, vielfältige Gesellschaft.

Vom neu erstarkten politischen Interesse könnte ja auch die andere Seite des politischen Spektrums profitieren.

Maier: Unsere letzte Sinus-Jugendstudie hat deutlich gemacht: Ein Großteil der jungen Menschen steht ein für Werte wie Solidarität und Vielfalt. Europa ist ihnen ganz wichtig. Nicht Nationalisierung. Natürlich sehen wir auch: Da wo Arbeitslosigkeit und generell Perspektivlosigkeit herrscht, haben es Nationalisten leichter, junge Menschen für sich zu gewinnen. Ausländer werden dann zum Sündenbock. Feindbilder werden geschaffen. Gerade in Sachsen und Sachsen-Anhalt wurde in den vergangenen 20 Jahren irre gespart bei der Jugendarbeit. Jetzt bekommen wir die Quittung, wenn man so sieht, wer bei Pegida mitmarschiert. Allerdings hat nur eine Minderheit der Jugendlichen einen Rechtsdrall.

Und wie sieht es hier im Landkreis aus?

Maier: Da bin ich momentan zu weit weg. Die genannten Studien sind bundesweit ausgerichtet. (überlegt) Hier im Landkreis gibt es eine breite Zivilgesellschaft und starke Jugendarbeit. Egal ob Trachtenverein, evangelische Jugend oder Pfadfinder: Gute kontinuierliche Angebote schaffen, die gut finanziert sind, das ist die beste Präventionsarbeit. So fördert man bei jungen Menschen solidarisches Miteinander.

Johanna Wieshammer

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