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Im Vergleich zu den Parkmöglichkeiten zuvor sind nun einige Plätze auf dem Habererplatz in Miesbach weggefallen.

Schräg statt kreuz und quer

So wird künftig auf dem Habererplatz in Miesbach geparkt

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Geplant, aufgemalt – und bald wird abkassiert. Die Linien für die Parkflächen am Habererplatz in Miesbach sind gezogen. In Kürze folgt der Parkscheinautomat.

Miesbach– Eine Schablone liegt am Boden, ein Dreieck. Ein Mitarbeiter der beauftragten Firma rückt sie gerade, als Orientierung dient die zuvor eingezeichnete Linie am Boden des Habererplatzes in Miesbach. Dann gibt der Mann das Okay. Ein Kollege sprüht weiße Farbe in die Schablone. Wenig später ist klar: Das soll ein Pfeil werden. Denn auf dem neuen Parkplatz darf nicht einfach jeder fahren, wo er möchte.

Während in der Woche zuvor das Wetter nicht mitspielte, lief diesmal alles nach Plan. Am Dienstag und Mittwoch blieb der Habererplatz für Fahrzeuge gesperrt, damit die Linien für die Parkplätze gezogen werden können. Was zunächst wirkte wie ein Dschungel aus Strichen, hat seit gestern eine eindeutige Form angenommen. Insgesamt 82 Parkplätze sind nun ausgezeichnet. Das Durcheinander-Parken hat ein Ende.

An den Planungen maßgeblich beteiligt war Nicki Meyer von der Örtlichen Verkehrsbehörde der Stadt Miesbach. Das Thema Parken am Habererplatz ist ja wie des Öfteren berichtet nicht erst seit heuer im Gespräch bei der Stadt. „Dieses Jahr ist es ins Rollen gekommen“, sagt Meyer. Sie hat sich selbst schon von den neuen Linien ein Bild gemacht. „Die Bürger müssen sich da erst mal dran gewöhnen“, glaubt sie. Da könnte sie recht haben.

Die Autos zum Waitzinger Park nicht mitgezählt stehen auf dem Parkplatz 77 Autos ordnungsgerecht. Einige Parkplätze sind nun weggefallen.

Wo man auf dem Parkplatz fahren darf, zeigen nun die Pfeile auf dem Boden. Direkt an der Habererschupf vorbei kann in beide Richtungen gefahren werden. Genau wie an den Parkplätzen entlang, die zum Waitzinger Park zeigen. Die stellen übrigens die extra breite Variante dar: drei Meter. Pflicht ist das verkehrsrechtlich nicht – 2,50 Meter sind vorgeschrieben – aber der Bedarf würde eben bestehen. „Für größere Fahrzeuge und Mutter-Kind-Parkplätze“, sagt Meyer. Beschildert werden sogenannte Mutter-Kind-Parkplätze aber nicht. Dafür gibt es bald andere Schilder: die, die auf die Parkgebühren hinweisen.

Zwei Parkautomaten hat die Stadt bestellt. „Wenn die da sind, muss bezahlt werden“, sagt Meyer. Bis dahin wird noch über geeignete Plätze für die Automaten nachgedacht und es gilt die bisherige Parkscheiben-Regel. Die Gebühren bleiben wie berichtet die gleichen, die auch auf den anderen kostenpflichtigen Parkplätzen der Stadt gelten: eine halbe Stunde ist kostenlos, zwei Stunden kosten einen Euro.

Drei Behindertenparkplätze wird es geben: einen an der öffentlichen Toilette und wie bisher zwei am Moserhaus. Die restlichen 79 Parkbuchten sind für vierrädrige Fahrzeuge, Zweiräder bekommen einen extra Platz. Eine Umstellung für die Bürger: Geparkt werden darf nur in gekennzeichneten Buchten – außerhalb gibt’s einen Strafzettel.

Dass die Parkplätze nun schräg sind, habe vor allem damit zu tun „dass wir bei den Gassen eine bestimmte Breite einhalten mussten“, sagt Meyer. Was die Anzahl der Parkplätze angeht, ist die Planerin sicher, dass es kaum einen Unterschied mache, ob schräg oder gerade geparkt würde. Sie sagt: „Wir haben das Beste herausgeholt.“

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