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Tempomachen: Insgesamt 100 Pferde stellten sich auf der Kuchler-Wiese mitsamt ihren Besitzern der Konkurrenz.
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Pferdeschlittenrennen in Parsberg

Mit Volldampf durchs Oval - so war das Schlittenrennen

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Beim dritten Anlauf hat es geklappt mit dem 26. Pferdeschlittenrennen mit Skijöring in Parsberg. Rund 2000 Besucher genossen bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen den Wettbewerb im Schnee: Idealbedingungen.

Parsberg Über 100 Pferde und ihr Besitzer waren gestern auf die Kuchler-Wiese am Ortseingang von Parsberg gekommen. Der Rennverein Parsberg hatte das Gelände perfekt hergerichtet. Nachdem die Traditionsveranstaltung vergangene Woche wegen zu hoher Schneelage abgesagt werden musste, haben die Rosserer acht Tag daran gearbeitet, einen möglichst festen Parkplatz für die vielen Gäste, Stellplätze für die Pferdetransporter und Hänger sowie zwei Bahnen für die Rösser bereitstellen zu können. Die kleinere Runde diente dazu, die Kaltblüter, Warmblüter, Vollblüter, Haflinger und Ponys für die insgesamt 18 Rennen aufzuwärmen, beziehungsweise sie trocken zu führen. Das weitaus größere Oval, das pünktlich ab 13 Uhr von zahlreichen Besucher umstellt war, für die Rennen selbst.

Die erste Runde fuhren unter den Klängen des Defiliermarsches in der Ehrenkutsche Schirmherrin Ingrid Pongratz und die Gründungsmitglieder des 54-jährigen Vereins, Maria Kameter, Klaus Kirchberger und Jakob Schwarz senior. Pongratz schickte von der Ehrentribüne Grußworte und Glückwünsche in die Arena und dankte dem Rennvereine für seine exzellente Organisation: „Toi toi toi, auf dass auch nix passiert“, rief Pongratz.

Bevor mit dem ersten Wettbewerb, dem Schlittenrennen für Oberländer begonnen wurde, wiederholte Sprecher Florian Schöpfer derweil noch einmal das Reglement. Das Betreten der Rennbahn und des Fahrerlagers sei verboten, Proteste gegen Schiedsrichterentscheidungen unzulässig, die Teilnehmer haben Reitkappe oder Sturzhelm zu tragen, und Hunde müssten unbedingt an der Leine gehalten werden. Der Hinweis auf eine gültige Haftpflichtversicherung aber schien ziemlich überflüssig. Denn im Fahrerlager und auf der Rennbahn waren lauter alte Hasen, regelmäßige Schlittenrennen-Teilnehmer, fair und extrem diszipliniert unterwegs. Dennoch ging es schon beim zweiten Rennen der Ponys unter 1,10 Meter emotional zu: Ganze Rosserer-Familien feuerten die Fahrer und Fahrerinnen ihres Clans an. Und die kleinen Pferdl entwickelten angesichts der Rufe den größten Ehrgeiz, so dass der Schnee nur so spritzte.

Bei den Trabern, die sich zwei Schaufahren lieferten, faszinierte die Geschwindigkeit. Bis zu 50 Stundenkilometer können diese grazilen Pferde erreichen. Dafür imponierten die Kaltblüter mit der Eleganz, mit der sich diese Muskelmassen bewegten. Manche der Schlittenfahrer, Reiter und Skifahrer ließen sich coachen und fuhren auf Strategie, um am Ende eine der Schleifen zu ergattern. Aber den meisten ging es um den Spaß, wie zum Beispiel der zwölfjährigen Vreni Eirainer aus Fischbachau mit ihrem „Blümchen“, die unter anderem bei Skikjöring Pony ohne Reiter antrat. Der Rennvereins-Vorsitzende Jakob Schwarz war glücklich über den Nachwuchs, über die treuen Teilnehmer, die sogar bis aus Mindelheim kamen und über den Verlauf des Renntags. Schließlich findet der nur alle zwei Jahre und nicht immer bei derart optimalen Bedingungen statt.

miesbacher-merkur.de zeigt weitere Bilder vom Parsberger Schlittenrennen.

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