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Alle Stadtratsfarben an einem Tisch: (v.l.) CSU-Fraktionssprecher Franz Mayer, FDP-Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer, Grünen-Stadträtin und AK-Mitglied Astrid Güldner, SPD-Stadtrat Walter Fraunhofer und FWG-Stadtrat und AK-Initiator Markus Seemüller sprachen sich alle für einen autofreien Marktplatz aus.

Diskussionsrunde bei der „Brotzeit am Marktplatz“

Möglichst autofreier Markt als Ziel

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Zur 5. Brotzeit am Marktplatz in Miesbach gab es diesmal eine Premiere: Die fünf im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen wurden bei einem kleinen Podiumsgespräch rund um die Umgestaltung des Unteren Markts befragt. Dabei stellten alle Teilnehmer fest: Das Fernziel ist ein möglichst autofreier Marktplatz.

Wenn Vertreter der fünf Parteien und Gruppierungen aus dem Stadtrat über den Marktplatz reden, sind verschiedene Positionen zur umstrittenen Zukunft des Miesbacher Marktplatzes zu erwarten. Doch bei der 5. Brotzeit am Marktplatz, zu der die Initiative Miesbacher Marktplatz eingeladen hatte, zeigte sich: Beim Ziel herrscht Einigkeit, und das ist ein möglichst autofreier Marktplatz.

Parteien diskutieren in Miesbach: Möglichst autofreier Marktplatz als Ziel

Lisa Hilbich, die als Sprecherin der Initiative zu dieser Gesprächsrunde eingeladen hatte, wollte von Grünen-Stadträtin und AK-Mitglied Astrid Güldner, SPD-Stadtrat Walter Fraunhofer, FDP-Bürgermeisterkandidat Florian Hupfauer, CSU-Fraktionssprecher Franz Mayer sowie FWG-Stadtrat und AK-Initiator Markus Seemüller vor allem wissen, welche Ziele es für den Unteren Markt gebe und wie diese umgesetzt werden sollen. Die Grünen wollen den Platz „möglichst autofrei“ gestalten. Dafür braucht es laut Güldner „Pläne und Planer“. Denkbar sei ein schrittweiser Umbau hin zu einem „Platz zum Treffen und Beinandersitzen“. Zudem seien auch bauliche Veränderungen nötig, „sonst haben wir eine Teerwüste“.

Lesen Sie auch: Scharfe Worte im Marktplatz-Streit

Auch Fraunhofer fand, dass Autos „überwiegend raus sollten“, jedoch dürfe man Senioren und Geschäfte nicht vergessen. „Man kann jedenfalls etwas bewegen.“ Deshalb sollte man „mutig nach vorne gehen, denn sonst kommen wir nicht weiter“. Auch Hupfauer hält „so wenig Verkehr wie möglich“ für wünschenswert. Allerdings dürfe die Stadt auf diesem Weg nicht gespalten werden. „Und ohne die Geschäfte wäre Miesbach auch nur halb so schön.“

Mayer fordert barrierefreien Marktplatz und Shared-Space

Für Mayer müsse der Marktplatz barrierefrei werden. Das heißt: Die Westseite müsste wie beim Bräuwirt umgebaut werden. Auch brauche es eine „vernünftige Infrastruktur“ – sprich Ersatz für aufgelösten Parkraum – mit kurzen Wegen zu den Geschäften. In der Übergangsphase dahin könne er sich den Marktplatz als shared space vorstellen, auf dem Autos und Fußgänger gleichberechtigt unterwegs sind.

Marktplatz-Umgestaltung als „gesamtgesellschaftliche Diskussion“

Um seinen Traum vom autofreien Marktplatz zu erreichen, wünschte sich Seemüller eine gesamtgesellschaftliche Diskussion: „Der Marktplatz ist für alle da.“ Die Entwicklung sei ein Prozess. „Es bewegt sich etwas, und das sollte man ernst nehmen.“ Und noch einen Punkt gab es, in dem sich alle Teilnehmer einig waren: Das Thema brauche wieder mehr Sachlichkeit.

ddy

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