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Ein neues Aufgabengebiet hat Petra Walla am Amtsgericht in Miesbach gefunden. Sie ist dort seit Kurzem als Geschäftsleiterin im Amt.

Sie liebt das Klettern und Wandern

Petra Walla ist die neue Geschäftsleiterin am Amtsgericht Miesbach

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Petra Walla ist die neue Geschäftsleiterin am Amtsgericht Miesbach. Im Interview erklärt sie die größten Herausforderungen ihrer Aufgabe und was sie am Oberland fasziniert.

Miesbach – Petra Walla (47) ist die neue Geschäftsleiterin am Amtsgericht Miesbach. Sie hat an der Fachhochschule Starnberg Rechtspflege studiert, danach neun Jahre für die Staatsanwaltschaft München I gearbeitet. Die letzten zwölf Jahre betreute sie Gerichtsvollzieher am Amtsgericht München und später am Landgericht München II. Im Interview erklärt sie die größten Herausforderungen ihrer neuen Aufgabe, wie das Klettern ihren Arbeitsstil beeinflusst und was sie am Oberland schon immer fasziniert hat.

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Petra Walla ist die neue Geschäftsleiterin am Amtsgericht Miesbach

Frau Walla, wie sind Sie in Miesbach angekommen?

Sehr gut! Ich bin froh, dass es mit der Stelle hier geklappt hat. Geboren bin ich in Freising, aufgewachsen in Moosburg. Aber mein Herz hing schon immer am Oberland und an den Bergen. Als die Stelle ausgeschrieben wurde, war mir deswegen sofort klar, dass ich mich bewerben werde. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat.

Was hat Sie an dieser Stelle fasziniert?

Das Landgericht München II ist die übergeordnete Behörde für das Amtsgericht Miesbach. Im Rahmen meiner Tätigkeit dort habe ich das Amtsgericht hier kennen und schätzen gelernt. Früher habe ich mit einzelnen Gerichtsvollziehern zusammengearbeitet. Meine Herausforderung ist nun der Austausch mit einer Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen. Dafür hat das Amtsgericht Miesbach eine sehr gute Größe, so kenne ich mittlerweile alle Bediensteten und schätze den persönlichen Kontakt.

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Amtsgericht Miesbach: Das sind die größten Herausforderungen für die Zukunft

Wo sehen Sie Ihre nächsten Herausforderungen?

Die Justiz digitalisiert gerade ihre Systeme. Das Grundbuch wird elektronisch geführt, es gibt die E-Akte, der Austausch zwischen den Parteien soll vollständig elektronisch geführt werden. Meine Aufgabe ist es, diese Dinge hier umzusetzen und weiterzuführen. Und die Probleme zu lösen, die dabei auftreten. Zum Beispiel wird es Programme geben, die den Datenverkehr extrem sicher verschlüsseln. Dafür müssen Prozesse geschaffen werden.

Wie wollen Sie diese Aufgaben angehen?

Lösungsorientiert. Wir müssen Schwierigkeiten umgehend lösen, um die Rechtssicherheit stets zu gewährleisten. Um dafür den Kopf frei zu haben, helfen mir in der Freizeit meine Hobbies: Ich bin sehr gern in der Natur, beim Radfahren und Wandern. Mein neuestes Hobby ist das Klettern. Dabei muss man auf den Punkt fokussiert sein und schnell klare Entscheidungen treffen. Das lässt sich gut auf die Arbeit übertragen. Stress kann ich durch Yoga und Meditation begegnen. Auch das hilft mir im Job hier. Es hat mich auch ein wenig hierher gebracht.

Wie das?

Ich war letztes Jahr auf einer Yoga-und-Meditationsreise in Indien. Das hatte einen großen Einfluss auf mich, weil ich dabei gemerkt habe, dass ich etwas Neues machen will. Daraufhin entstand die Bewerbung hier.

Ein spannendes Leben. Was kommt als Nächstes?

Ich habe vor, Gitarre zu lernen. Das Instrument habe ich schon. Jetzt brauche ich nur noch einen Lehrer.

Das Gespräch führte Christian Masengarb.

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