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Moderne Architektur mit viel Platz: So soll das neue Pfarrheim an der Kolpingstraße in Miesbach aussehen. Kritikern ist der Bau zu wuchtig. Daher wird an Kompromisslösungen gearbeitet.

Pfarrei und Stadt in konstruktiven Gesprächen

Gute Kompromiss-Chancen im Streit ums neue Pfarrheim

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Ruhig ist es geworden um den geplanten Neubau des Miesbacher Pfarrheims, doch hinter den Kulissen wurde die Zeit genutzt. Pfarrei und Stadt haben sich bei strittigen Punkten zum Erscheinungsbild angenähert.

Mit genauen Aussagen zum derzeitigen Stand der Planung ist es schwierig. Zu heikel ist das Ringen um das Erscheinungsbild des neuen Pfarrheims, das an der Kolpingstraße das bisherige ersetzen soll. Wie berichtet, hatte es seitens des Stadtrats großen Widerstand gegeben. Statt mit gemeinsamem Schwung das ehrgeizige Projekt anzuschieben, rissen vielmehr Gräben auf. Deshalb hält sich Pastoralreferentin Kathrin Baumann mit Details zurück, wenn es um das letzte Gespräch zwischen Stadt und Pfarrei Anfang November geht. Nur so viel bestätigt sie, dass sich beide Seiten wieder angenähert haben: „Die Probleme sehen lösbar aus. Es war ein gutes Gespräch mit einem guten Gefühl. Wir haben gemeinsam überlegt und sind dabei, uns zu einigen.“

Die Stadträte stört an der bestehenden Planung, dass sich das neue Gebäude nicht in die Umgebung einfüge. Der Bau sei zu wuchtig, der Baustil nicht ortstypisch. Vor allem der fehlende Dachüberstand wurde moniert. Für die Pfarrei ist es vor allem das Innenleben, das überzeugt. Denn die Planung des Münchner Architekten Christian Olufemi ermöglicht durch modulare Kunstgriffe einen großen Saal – ein Luxus, den die Kirche so nicht mehr finanzieren würde.

Dafür hat Zweiter Bürgermeister Paul Fertl (SPD), der Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) damals beim Gesprächstermin vertreten hat, durchaus Verständnis: „Das Raumprogramm ergibt die Hülle.“ Um die Höhe etwas verträglicher wirken zu lassen, sei es eine Option, das Gebäude etwas weiter von der Straße zurückzusetzen.

In Sachen Atmosphäre bestätigt Fertl ein gutes Miteinander beim gemeinsamen Termin, an dem neben der Verwaltung auch die Sprecher der Stadtratsfraktionen teilgenommen haben: „Es war ein freundliches und konstruktives Gespräch. Auf beiden Seiten ist der Wille zu einer Einigung vorhanden.“ Es seien etliche Korrekturen besprochen worden, und man habe sich auf einige Sachen verständigt, ohne den vorgesehenen Charakter zu verfälschen. Fertl: „Es bleibt ein moderner Bau.“

Ein weiteres Gespräch mit Pfarrei, Ordinariat und Stadt soll in Kürze folgen, die Frage nach dem Termin werde derzeit vom Rathaus geklärt, berichten Baumann und Fertl unisono. Zeitdruck bestehe nicht, wie die Pastoralreferentin erklärt: „Bei all der Planungsarbeit, die noch vor uns liegt, kann der Abriss des alten Pfarrheims eh erst frühestens Ende 2019 erfolgen.“

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