Mit schwerem Gerät rammen die Bauarbeiter die Spundwände für das neue Pfarrheim in den Boden.
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Mit schwerem Gerät rammen die Bauarbeiter die Spundwände für das neue Pfarrheim in den Boden. Der eigentliche Neubau beginnt voraussichtlich am 18. Januar.

Fünf Bagger im Einsatz

Pfarrheim-Neubau in Miesbach: Jetzt geht’s in die Tiefe - Lärm belastet Nachbarn

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Der Abriss ist geschafft, jetzt geht's beim Neubau des Miesbacher Pfarrheims in die Tiefe. Der Lärm belastet die Nachbarn zunehmend. Doch es gibt Hoffnung auf Besserung.

Miesbach – „Wenn ich groß bin, will ich Baggerfahrer werden!“ Ziemlich oft hören die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen im Miesbacher Pfarrkindergarten zurzeit diesen Satz. Der Grund liegt quasi vor der Haustür: die benachbarte Großbaustelle für das neue Pfarrheim. Wie Kirchenpfleger Siegfried Rummel berichtet, rumpeln in diesen Tagen fünf Bagger über das Gelände, um die Baugrube auszuheben. Die größte der Maschinen steuere eine junge Frau – und die Begeisterung der Kinder kennt keine Grenzen.

Bei den Nachbarn dürfte sich die Euphorie eher in Grenzen halten. Wie Rummel berichtet, werden aktuell Spundwände zehn Meter tief in den Boden gerammt. Eine große Belastung für die Anwohner, weiß der Kirchenpfleger. „Bei denen fallen die Gläser aus dem Schrank.“ Aus baulicher Sicht seien die Spundwände aber Voraussetzung, um den Keller des alten Pfarrheims ausgraben zu können. Doch es gibt Hoffnung für alle Lärmgeplagten: Bis November sollen die groben Arbeiten abgeschlossen sein. „Dann kehrt erst mal Ruhe ein“, versichert Rummel. Der Baubeginn für das neue Pfarrheim ist aktuell für den 18. Januar terminiert.

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Um den Durchgangsverkehr sowie die Zufahrten zu den umliegenden Häusern nicht zu stark zu behindern, habe die Stadt einer vorübergehenden Aufhebung der Einbahnregelung in der Kolpingstraße zugestimmt, berichtet Rummel. Die Pfarrei danke allen Nachbarn und Kindergarten-Eltern, die die Baustelle geduldig ertragen würden. Für die kleinen Baggerfans hat der Kirchenpfleger noch eine freudige Nachricht: Der Kindergarten bekommt einen stabilen Bauzaun mit Gucklöchern, damit der Nachwuchs die Maschinen sicher bestaunen kann.

sg

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