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„Planen und zurückrudern“: Zweite Bürgermeisterin Güldner wirft Bürgermeister Braunmiller „Schlingerkurs“ vor

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Von: Dieter Dorby

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Hauptsache, es findet überhaupt etwas statt: Unser Foto von 2020 zeigt (v.l.) Bürgermeister Gerhard Braunmiller, Zweite Bürgermeisterin Astrid Güldner und Festwirt Anian Kurz, der auch in diesem Jahr coronabedingt wieder improvisieren muss.
Differenzen beim Freibad-Umbau: Bürgermeister Gerhard Braunmiller (l.) sieht sich der Kritik von Zweiter Bürgermeisterin Astrid Güldner (2.v.l.) ausgesetzt. © tp

Die Kostensteigerung bei der Umgestaltung des Warmbads hat Astrid Güldner (Grüne) genutzt, um etwas Grundsätzliches loszuwerden. „Mich stört dieser Schlingerkurs aus Planen und Zurückrudern“, sagte die Zweite Bürgermeisterin in Richtung Bürgermeister Gerhard Braunmiller (CSU). „Ich wünsche mir eine klare Linie. Was ist das Ziel des Bürgermeisters?“

Im Bad sei gerade extrem viel Betrieb – „warum sollen wir nicht noch eine Saison dranhängen? Dann sparen wir uns das Rumgeeiere, denn das ist recht kräftezehrend.“ Gegenüber unserer Zeitung wurde Güldner konkreter, was sie stört: „Ich weiß von vielen Kollegen bei vielen Themen im Stadtrat, wo sie stehen und welche Meinung sie haben. Das weiß ich beim Bürgermeister nicht. Das gehört aber zu den Führungsaufgaben dazu.“

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Braunmiller nahm in der Sitzung den in seine Richtung geworfenen Handschuh auf. „Das mit der klaren Linie geht an mich“, stellte er fest und sagte zum Thema Bad: „Solche Situationen brauchen Flexibilität.“ Ähnlich habe man es bei der Riviera gehandhabt, die nun aufgrund der schwierigen Finanzlage der Stadt nicht heuer, sondern über drei Jahre umgestaltet wird (wir berichteten). „Auch beim Bad braucht man Flexibilität, um sich einzupassen.“

Konkret sei er dafür, den für jetzt geplanten Versand des Leistungsverzeichnisses als Vorstufe zur Auftragsvergabe zu verschieben. Bis September solle dann der Stadtrat das konkrete Vorgehen entscheiden. Der Baubeginn soll 2023 erfolgen.

ddy

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