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In Zukunft bitte langsamer: Drei Viertklässlerinnen der Miesbacher Grundschule machen Petra Kunze (l.) auf ihre Geschwindigkeitsüberschreitung an der Münchner Straße aufmerksam. Christian Rittinger (r.) und Inspektionsleiterin Katharina Schreiber von der Miesbacher Polizei unterstützen die jungen Kontrolleure.

Viertklässler durften mit der Laserpistole zielen

Polizei-Aktion: Schüler zeigen Rasern Rote Karte

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Miesbach - Nicht jede Polizeikontrolle läuft so glimpflich ab. Statt einem Strafzettel haben Miesbacher Grundschüler den Schnellfahrern in der Münchner Straße eine rote Karte in die Hand gedrückt.

Für eine Polizeikontrolle ungewöhnlich entspannt wirkt Petra Kunze. Und das, obwohl sie die Beamten mit 36 Stundenkilometern in der Tempo 30-Zone vor der Miesbacher Grundschule erwischt haben. Doch Kunze hat Glück. Statt einem Strafzettel drücken ihr drei Viertklässlerinnen unter den Augen von Polizist Christian Rittinger und der Miesbacher Inspektionsleiterin Katharina Schreiber eine selbstgebastelte „Rote Karte“ in die Hand.

Zum zweiten Mal hat die Miesbacher Polizei mit Schülern eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Bei der Premiere durfte der Nachwuchs am Campus zwischen Gymnasium und Realschule mit der Laserpistole zielen, gestern nahmen sie die Autofahrer an der Münchner Straße ins Visier. Polizistin Barbara Nüßlein notierte fleißig mit. Von 21 bis 40 Stundenkilometern war alles mit dabei.

Auch diejenigen, die sich brav an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben, winkten die Polizisten an den Straßenrand. „Die sind immer irritiert und fragen sich, warum sie angehalten werden“, erzählt Schreiber schmunzelnd. Sobald ihnen die Kinder aber eine Tüte Gummibärchen überreichten, um sie für ihr Fahrverhalten zu belohnen, war die Anspannung schnell verflogen.

Kunze nahm ihre Rote Karte sichtlich erleichtert entgegen – und gelobte Besserung. Nur ihr Zwergspitz Xaverl auf dem Rücksitz wollte sich nicht so recht beruhigen.

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