Zugeparkt sind in Pandemiezeiten selbst Straßen von kleineren Ortschaften wie Grub bei Valley.
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Zugeparkt sind in Pandemiezeiten selbst Straßen von kleineren Ortschaften wie Grub bei Valley.

Intensive Ausflügler Kontrollen bis September

Polizei hat verstärkt Auge auf Parksünder

  • Stephen Hank
    vonStephen Hank
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Ausflüglerchaos auf den Straßen und Parkplätzen im Oberland ‒ dem will die Polizei mit verstärkten Kontrollen bekommen. Gleichzeitig appelliert sie aber an den Gemeinschaftssinn.

Landkreis – Die Corona-Pandemie hat den Druck auf die Ausflugsregionen im Oberland erhöht – und an den Zielorten zuletzt teils für chaotische Verhältnisse auf den Parkplätzen gesorgt. Die Polizei rechnet in den nächsten Monaten nicht mit einer Entspannung der Lage. Sie wird deshalb ab diesem Samstag (27. März) bis zum Ende der bayerischen Sommerferien Mitte September die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen verstärkt überwachen.

Verstöße werden konsequent geahndet

„Die An- und Abfahrtswege sowie öffentlichen Parkplätze waren bereits vor der Corona-Pandemie regelmäßig durch den Ausflugsverkehr überfüllt und nicht mehr aufnahmefähig“, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Die Lage habe sich jetzt zusätzlich verschärft. Der Polizei ist deshalb daran gelegen, die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten und eklatante Parkverstöße zu ahnden. Die betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums werden dabei örtliche und zeitliche Schwerpunkte bilden und bei den Kontrollen von den Operativen Ergänzungsdienststellen, der Verkehrspolizei, der Kontrollgruppe Motorrad und von Einsatzkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. „Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet“, kündigt Polizeipräsident Robert Kopp an, „bis hin zum Abschleppen des Fahrzeugs.“

Polizei erwartet gegenseitige Rücksichtnahme von Anwohnern und Ausflüglern

Der Polizei sei aber in erster Linie daran gelegen, beim Thema Ausflugsverkehr den Gemeinschaftssinn zu wecken. Rücksichtnahme erwarte man deshalb in gleicher Weise von Anwohnern wie Ausflüglern. „Jeder Einzelne ist aufgefordert, seinen individuellen Beitrag zu leisten“, sagt Kopp. Man nehme die Sorgen und Beschwerden von Anwohnern ernst, akzeptiere aber keine Selbstjustiz. Genauso wenig akzeptabel sei rücksichtloses und verkehrswidriges Verhalten von Ausflüglern. Die Polizei rät dazu, sich schon vor Fahrtantritt einen „Plan B“, also ein alternatives Ausflugsziel, zu überlegen. Tipps gibt es tagesaktuell unter www.oberbayern.de/ausflugs-ticker.

Lesen Sie auch: Eine Task-Force soll das Ausflüglerproblem lösen helfen.

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