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Legten die Zahlen vor: Katharina Schreiber, Leiterin der Polizei Miesbach, und Kripo-Chef Johann Schwaiger (r.) mit den Kollegen und Bürgermeistern im Dienststellenbereich. 

Zahlen für 2017 vorgestellt

Polizei Miesbach zieht Bilanz: Weniger Straftaten, mehr Unfälle

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4,8 Prozent weniger Straftaten, dafür aber 5,7 Prozent mehr Unfälle: Das sind die Kernaussagen des Sicherheitsgesprächs bei der Polizeiinspektion Miesbach.

Miesbach – Die Zahlentrends, die Polizeiinspektionsleiterin Katharina Schreiber den Bürgermeistern im Dienststellenbereich Miesbach gestern beim Sicherheitsgespräch vorlegte, gingen verhältnismäßig stark auseinander.

Erfreulich fällt die Entwicklung der Kriminalitätslage aus. 1503 Straftaten hat die Polizei Miesbach 2017 registriert, 75 weniger als im Jahr davor. Das Minus von 4,8 Prozent fällt zudem deutlich größer aus als in der Statistik für den gesamten Landkreis (1,8 Prozent, wir berichteten). Kleiner Wermutstropfen: Auch die Aufklärungsquote der Inspektion Miesbach ist um 1,6 Prozent gesunken, verbleibt allerdings mit 67,9 Prozent auf einem relativ hohen Niveau. Ein „respektabler Wert“, wie Schreiber betonte. Zum Vergleich: Landkreisweit wurden 65,5 Prozent der Fälle gelöst, bayernweit 67 Prozent.

Schaut man sich die einzelnen Deliktarten an, zeigt sich schnell, warum die Polizei in Sachen Kriminalität 2017 weniger Arbeit hatte. Deutliche Rückgänge gab es bei den Rauschgiftdelikten (144, minus 23 Prozent) sowie bei den Rohheitsdelikten wie Körperverletzungen (231, minus zehn Prozent) und Raub (drei statt vier Taten). Auch die Zahl der Sexualdelikte sank, und zwar von 22 auf 18. Den Fortbestand eines erfreulichen Abwärtstrends stellte die Polizei bei den Diebstählen fest (293 statt 319 Fälle). Während die Wohnungseinbrüche (drei statt fünf) mit dieser Entwicklung Schritt halten konnten, stieg die Zahl im gewerblichen Bereich von sechs auf acht Taten an.

Unverändert viel zu tun hatten die Ermittler mit Betrugsdelikten. 285 Straftaten wurden 2017 registriert. 208 entfielen auf den Waren- und Kreditbetrug, überwiegend bei Bestellungen über das Internet. „Bei der Jagd nach dem günstigsten Angebot vergisst mancher Kunde die einfachsten Vorsichtsmaßnahmen“, sagte Schreiber.

Ein starker Anstieg der Straftaten war mit 22,8 Prozent bei den Sachbeschädigungen zu verzeichnen. 167 Fälle von Vandalismus wurden der Polizei Miesbach angezeigt. Die Beamten bitten hier die Bürger um Mithilfe. „Ohne deren Hinweise sind kaum Ermittlungsansätze zu erlangen“, erklärte Schreiber. Von zwei auf vier Taten verdoppelt hat sich die Zahl der Tötungsdelikte. Wie im Vorjahr blieb es hier aber beim Versuch. „Keines der Opfer verstarb“, so Schreiber.

Bei den 990 Verkehrsunfällen blieb ein trauriges Ende hingegen nicht immer aus. Drei Personen kamen auf den Straßen zu Tode. Verletzt wurden 172 Verkehrsteilnehmer (ein Plus von 6,2 Prozent), 61 davon schwer. Bei den Hauptunfallursachen lagen auch 2017 wieder Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren (310 Mal), ungenügender Sicherheitsabstand (120), Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot (87) und nicht angepasste Geschwindigkeit (61) vorne.

Die Zahl der Alkoholunfälle ist um einen Fall auf 17 zurückgegangen. Der durchschnittliche Alkoholwert betrug 1,64 Promille. Schreiber appellierte auch heuer an die Autofahrer, sich nicht betrunken hinters Steuer zu setzen. Es gab aber auch ein Lob: „Erfreulicherweise wurde 2017 kein Schulwegunfall registriert.“ sg

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