+
Schultransport für Schüler

"Intensive Verkehrskontrollen" geplant

Schulweg-Unfälle steigen an - Polizei will verstärkt kontrollieren

Landkreis - Die Schulwegunfälle sind im ersten Halbjahr 2016 merklich angestiegen. Die Polizei warnt nun zum Schulbeginn nochmals eindrücklich vor den Gefahren - und will selbst intensiv kontrollieren.

Am Dienstag, 13. September, beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Mehrere tausend ABC-Schützen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd werden dann ihren ersten Schultag antreten. Die Polizei will die Schulwege überwachen und in diesem Bereich auch intensive Verkehrskontrollen durchführen.

Und das aus gutem Grund: Laut Polizei stieg die Zahl der Schulwegunfälle im aktuellen Jahr bisher (Januar bis Ende Juli) im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd um knapp ein Drittel an. 52 Schulwegunfälle listet die Verkehrsstatistik derzeit auf. Dabei wurden 53 (Vorjahr: 41) Schüler verletzt und glücklicherweise niemand getötet.

Bei Polizeikontrollen wollen die Beamten besonders auf die Einhaltung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht achten. Der Anteil der nicht gesicherten Pkw-Insassen an Verkehrstoten ist in Bayern weiterhin hoch. Fast jeder dritte tödlich verunglückte Pkw-Insasse im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd war 2015 nicht angeschnallt. Schwerpunktmäßig finden diese Kontrollen im unmittelbaren Bereich von Schulen, Kindergärten und stark frequentierten Schulwegen statt.

Die Polizei warnt:

Kinder genießen besonderen Schutz im Straßenverkehr! Kinder sind klein und sehen nicht über geparkte Autos hinweg. Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen“, deswegen immer mit unerwartetem Verhalten rechnen.

Tipps für Eltern

Helle und gut sichtbare, am besten mit reflektierenden Materialien ausgestattete, Kleidung und Schulranzen verbessern die Erkennbarkeit ihrer Kinder für andere Verkehrsteilnehmer wesentlich. Der Schulweg sollte schon vor dem ersten Schultag mit den Kindern wiederholt geübt werden.

Zeigen Sie ihrem Kind das richtige Verhalten beim Überqueren einer Straße und weisen es auf mögliche Gefahrenquellen hin. Das richtige Verhalten beim Ein- und Aussteigen an Schulbushaltestellen sollte mit den Kindern besprochen und ebenfalls geübt werden.

Bei der Auswahl des Schulwegs sollte die sicherste Variante, die über Querungshilfen wie Fußgängerampeln oder Zebrastreifen verfügt, der kürzeren vorgezogen werden. Viele Gemeinden bieten Schulwegpläne zur Orientierung an.

Wird der Schulweg mit dem Privatauto bewältigt, sollten Eltern ein besonderes Augenmerk auf die richtige Sicherung ihrer Kinder in einem geeigneten Kindersitz richten.

mm

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Pflichtaufgaben haben in Miesbach weiter Vorrang
Finanziell schaut es in Miesbach wieder besser aus. Mehr als die Erfüllung der Pflichtaufgaben kann sich die Stadt aber 2017 nicht leisten. Bei der Bürgerversammlung …
Pflichtaufgaben haben in Miesbach weiter Vorrang
Mit Turnschuhen auf die Auerspitz: Paar aus Sachsen in Bergnot
Ohne geeignete Ausrüstung auf den Berg: Ein Paar aus Sachsen hat sich vom guten Wetter im Tal täuschen lassen und ist bei einer Bergwanderung in große Not geraten. 16 …
Mit Turnschuhen auf die Auerspitz: Paar aus Sachsen in Bergnot
Unbekannter rammt goldenen Audi am Marktplatz
Einige hundert Euro Schaden beklagt ein 58-jähriger Schlierseer, der seinen goldfarbenen Audi am Dienstagmittag gegen 11 Uhr am Unteren Markt in Miesbach abgestellt …
Unbekannter rammt goldenen Audi am Marktplatz
Traglufthallen als Notunterkünfte? „Höchst prekär“
Die Regierung von Oberbayern hat den Vorschlag des Landratsamts abgelehnt, Traglufthallen künftig als Notunterkünfte zu benennen. Was das jetzt für die Gemeinden …
Traglufthallen als Notunterkünfte? „Höchst prekär“

Kommentare