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Ein Gewinn für beide Seiten: (v.l.) Bürgermeisterin Ingrid Pongratz, Stadtkämmerer Josef Schäffler, GWM-Schriftführerin Stefanie Liebhardt, Regionalmanager Florian Brunner von der Standort-Marketing-Gesellschaft des Landkreises (SMG) und GWM-Vorsitzender Luitpold Grabmeyer bei der Vertragsunterzeichnung.

Neue Kooperation zwischen Stadt und GWM

Pongratz: „Der alte Vertrag war nicht mehr angepasst“

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Drei Veranstaltungen der Gemeinschaftswerbung Miesbach hatte die Stadt bislang unterstützt, künftig sind es deren fünf. Das lässt sich die Stadt eine Stange Geld kosten. 

Miesbach - Aus drei mach fünf. Dank eines neuen Kooperationsvertrags zwischen der Stadt Miesbach und der Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM) unterstützt die Kommune ihre Geschäftsleute künftig bei fünf Veranstaltungen jährlich. 25 000 Euro wird die Stadt dafür in den kommenden beiden Jahren jeweils locker machen. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten GWM-Vorsitzender Luitpold Grabmeyer und Bürgermeisterin Ingrid Pongratz im Büro der Rathauschefin. 

Drei Großveranstaltungen der GWM hatte die Stadt bisher finanziell unterstützt, künftig sind es deren fünf: Blumenfest, Kulinarischer Abend, Schmankerlherbst, 1000 Lichterglanz und Weihnachtsgasserl. Sehr zur Freude von Grabmeyer. „Ich bin froh darüber, das ist sehr positiv.“ Und zwar für beide Parteien. Die Stadt verspricht sich neue Impulse für das Stadtleben und einen Werbeeffekt. Das wiederum soll den Tourismus ankurbeln. Und auch die Geschäftsleute profitieren in mehrerlei Hinsicht. „Durch die Förderung können wir unsere Veranstaltungen hochwertiger durchführen und den Umfang auch halten“, sagt Grabmeyer. Schließlich würden solche Veranstaltungen eine ganze Menge Manpower verschlingen. Von der Qualitätssteigerung erhoffen sich Grabmeyer und seine Mitstreiter wiederum eine Zunahme der Attraktivität. Für den einzelnen Bürger und auch für Vereine, die – so der Wunsch der GWM – dann unter Umständen mit einem eigenen Stand mitwirken. 

Dass es zum Schluss einer neuen Kooperationsvereinbarung kam, hat einen einfachen Grund. „Der alte Vertrag hatte sehr lange Bestand und war nicht mehr angepasst“, sagt Pongratz. Gültig ist das neue Papier bis 31. Dezember 2018. „Die Laufzeit von zwei Jahren bietet Flexibilität für beide Seiten“, betont die Bürgermeisterin. „Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt und an welchen Stellschrauben wir drehen können.“ Neu ist auch eine enge Zusammenarbeit zwischen der GWM und dem Kultur- und Fremdenverkehrsamt der Stadt. So erfolgt die Planung von Maßnahmen zum Stadtmarketing künftig im Verbund – insbesondere dann, wenn es dabei um die Förderung des Tagestourismus geht. Auch hier greift der Stadtrat tief in die Tasche: 10 000 Euro Budget sind für solche Maßnahmen im Haushalt vorgesehen. Nicht finanzieren wird die Stadt dagegen die Stelle eines Wirtschaftsförderers, wie sie beispielsweise der Markt Holzkirchen führt. „So etwas werde ich vom Stadtrat nur schwer genehmigt bekommen“, sagt Pongratz auf Nachfrage unserer Zeitung. Diese Überlegung sei für den Moment vom Tisch – aber nicht endgültig. „Vielleicht kommt der Punkt, an dem die Zeit reif ist. Niemand weiß, wie es in drei bis vier Jahren ausschaut.“

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