Mai-Kundgebung für die Kunst: Zur Eröffnung der Pop-up-Galerie rollten (v.l.) Brigitte Yoshiko Pruchnow, Initiatorin Micol Krause, Bettina Krugsperger und Katrin Hering der Kunst den roten Teppich aus.
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Mai-Kundgebung für die Kunst: Zur Eröffnung der Pop-up-Galerie rollten (v.l.) Brigitte Yoshiko Pruchnow, Initiatorin Micol Krause, Bettina Krugsperger und Katrin Hering der Kunst den roten Teppich aus.

Leben in leeren Geschäftsräumen

Pop-up-Galerie in ehemaliger Jeanseria: Kunstausstellung in Miesbach

  • vonKatrin Hager
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Weil Kunst- und Kultureinrichtungen weitgehend geschlossen haben, bieten Künstler aus dem Landkreis Miesbach jetzt eine Ausstellung - zu sehen in Schaufenstern.

Miesbach – Die coronabedingte Zwangspause für Künstler und Kulturstätten dauert im Landkreis weiter an. Doch es gibt immer mehr Projekte, die der Kunst ein Podium bieten, sie wieder sichtbar machen – und damit eine Inspirationsquelle bieten. In der Miesbacher Innenstadt hat nun eine Pop-up-Ausstellung eröffnet: Sie sorgt für Leben in den momentan leer stehenden Geschäftsräumen der früheren Jeanseria.

Miesbach: Kunstausstellung in ehemaliger Jeanseria

Zur Eröffnung fand eine Kundgebung statt: Micol Krause, die die Pop-up-Galerie initiiert hat, und die drei Ausstellerinnen rollten der Kunst den roten Teppich aus – auf dass sie endlich wieder sichtbar werde. „Vernissagen und Ausstellungsbesuche sind momentan nicht möglich, also muss Kunst anders und neu präsentiert werden“, findet Krause. Die zehn großen Schaufenster in der Bahnhofstraße 4 in Miesbach bieten dafür einen idealen Platz, als Zwischennutzung, bis ein neuer Mieter einziehen kann.

Statt Jeans, Shirts & Co. sind dort nun Arbeiten etwa von Katrin Hering eingezogen. Ihre minimalistische Papierkunst steht im Kontrast zu Brigitte Yoshiko Pruchnows großformatigen, cineastisch anmutenden Leinwänden. Beide eint das Spiel mit Licht und Schatten und die ruhige, fast meditative Ausstrahlung. Bettina Krugsperger ergänzt die Ausstellung mit „et cera“, einer Inszenierung experimenteller Wachsforschung, und filigranen, papierenen und wächsernen Hüllen und Arbeiten.

Minimalistische Papierkunst - zu sehen vom Gehweg aus

Zu sehen ist die Ausstellung voraussichtlich bis Freitag, 14. Mai. „Eintritt auf dem Gehweg frei, zu sehen von 5 bis 22 Uhr“, teilt Krause mit Blick auf die nächtliche Ausgangssperre augenzwinkernd mit. Ihre Pop-up-Galerie ist auch auf Instagram als galerie_micol_krause zu finden. Dort werden die Kunstwerke nach und nach auch angeboten, erklärt die Miesbacherin. (ag)

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