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Angenehme Atmosphäre: Viele Besucher schätzen das ansprechende Ambiente, das Miesbachs Stadtbücherei seit dem Umbau im Jahr 2015 bietet.

Positive Kundenbefragung

Gute Noten für Miesbachs Wohlfühl-Bücherei

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Der Umbau der Miesbacher Bücherei hat sich gelohnt. Wie eine Befragung belegt, kommen die Kunden nicht nur, um Medien auszuleihen und zurückzubringen. 25 Prozent der Besucher schätzen es auch, dort zu stöbern und zu lesen.

Es kommt nicht nur auf den Bestand an Büchern und Zeitschriften, CDs und Filmen an, sondern auch auf das Ambiente. Und das hat in der Stadtbücherei gewaltig vom Umbau 2015 profitiert. Wie sehr, das zeigt die Kundenbefragung, die im vergangenen Jahr unter den Nutzern der Bücherei durchgeführt worden war und die Leiterin Tanja Bott nun im Kulturausschuss vorstellte.

Bemerkenswert ist, dass 85 Prozent der 158 erwachsenen Befragten die Bücherei regelmäßig nutzen – und zwar mindestens einmal pro Monat. 56 Prozent kommen mehrmals. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 37 800 Kundenbesuche gezählt bei 2284 aktiven Lesern. Insgesamt wurden – vor Ort und via Onleihe im Internet – 95 651 Entleihungen verbucht. Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU), die den Umbau initiiert hatte, stellte zufrieden fest: „Wir haben sehr durch den Umbau gewonnen. Es ist eine Wohlfühl-Bücherei geworden.“ Das sei deshalb schön, „weil Lesen ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur und Erziehung ist“.

Hervorragend wurde die Atmosphäre der Bücherei bewertet. 97 Prozent bescheinigten eine hohe Aufenthaltsqualität – elf Prozent zeigten sich zufrieden, 86 Prozent sehr zufrieden. Bei den Anmerkungen wurde gerade der Umbau ausdrücklich gelobt. Zudem belebt die Bücherei laut Bott auch die Innenstadt: „72 Prozent verbinden ihren Besuch bei uns mit einer anderen Erledigung.“ 22 Prozent kämen dagegen gezielt in die Bücherei.

Mit den aktuellen Öffnungszeiten – derzeit 26 Stunden pro Woche – sind 94 Prozent der Kunden zu gleichen Teilen zufrieden oder sehr zufrieden. Hier gab es jedoch einige Wünsche wie eine Öffnung am Montag, eine weitere am Vormittag sowie eine am Abend bis 20 Uhr. Dies umzusetzen sei schwer, erklärte Bott: „Dafür brauchen wir zusätzliches Personal.“

Aktuell kommt die Bücherei mit drei Vollzeitstellen aus, die von Bott und fünf Mitarbeiterinnen abgedeckt werden. Hinzu kommen die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Neben zahlreichen Vorlesepaten engagieren sich vier Unterstützerinnen bei der Medienpflege, dem Einstellen und beim Flohmarkt. Der Bestand umfasst 24 184 Medien. 1723 wurden 2017 neu angeschafft. Zudem sind über den Online-Ausleihverband Biblioplus über 13 100 Titel im Angebot. Der Medienetat der Bücherei liegt bei 26 000 Euro. Hinzu kommen Zuwendungen von der Landesfachstelle in Höhe von gut 9100 Euro.

„Mit dem Medienangebot sind die Teilnehmer im Großen und Ganzen recht zufrieden“, stellt Bott fest. Vor allem Romane seien sehr begehrt, wobei manche Kunden bestimmte Titel oder Autoren vermissen. Hier verweist Bott auf die Möglichkeit, solche Anregungen ins Wunschbuch einzutragen – dieses sei jedoch noch nicht so bekannt. Während die Resonanz auf die Sachbücher sehr gut ausfiel, schneiden die DVDs am schlechtesten ab. Dies hat einen Grund, erklärt Bott: „Wir haben früher entschieden, Videotheken keine Konkurrenz machen zu wollen. Deshalb wurden nur Musik-DVDs ins Programm aufgenommen. Ein gezielter Bestandsaufbau bei Spielfilmen war deshalb nicht möglich.“ Die vorhandenen Filme seien allesamt Spenden.

ddy

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