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Positive Resonanz: Sommer-Einsatz bestätigt Ranger-Konzept der ATS in den Bergen

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Von: Dieter Dorby

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Wo geht’s da lang? Die Vor-Ort-Information der Ranger über das Gelände kommt bei den Erholungssuchenden – hier im Bereich der Gindelalmschneid – gut an.
Wo geht’s da lang? Die Vor-Ort-Information der Ranger über das Gelände kommt bei den Erholungssuchenden – hier im Bereich der Gindelalmschneid – gut an. © ATS/kn

Reden hilft. Diese Erkenntnis sieht das kommunale Tourismusunternehmen Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) auch durch die Sommer- und Herbsteinsatzphase der Ranger bestätigt. Viele Erholungssuchende wurden in der Natur angesprochen mit dem Ziel, nicht nur richtiges Verhalten in den Bergen, sondern auch die Sicherheit zu fördern.

Miesbach – 50 Einsatztage innerhalb von drei Monaten, 19 verschiedene Ranger, über 15 000 geführte Gespräche: Es ist eine Bilanz, die zeigt, wie wichtig und umfangreich die Einsätze der Ranger mittlerweile in den Bergregionen des Landkreises Miesbach geworden sind. Dabei haben auch der zurückliegende Sommer und Herbst gezeigt, wie gut das Aufklärungsangebot von den Gästen angenommen wird. Während im Winter Skitouren, Schneeschuhgehen und Winterwandern im Fokus standen, waren es im Sommer der Naturschutz und die Regionsinformation. „Bei vielen Wanderern kommt das Angebot gut an, dass man jemanden fragen kann, der sich auskennt und weiß, wie weit es noch ist oder welcher Weg zu empfehlen ist“, erklärt ATS-Geschäftsleiter Thorsten Schär.

Hinweise wie Müllentsorgung, auf dem Weg bleiben, keine Blumen zu pflücken und auch keine Drohnen fliegen zu lassen seien auch immer wieder nötig gewesen. „Einige gehen davon aus, dass sie mehr dürfen, als eigentlich erlaubt ist“, sagt Schär. „Beispielsweise ist manchen Hundehaltern das richtige Verhalten auf Almen oder im Gebirge nicht bewusst. Oder der eine oder andere Biwakierer wusste noch nichts von dem generellen, bayernweit geltenden Verbot. Aber solche Fälle sind die Ausnahme.“

Längere Pause vor der Sommersaison

Gestartet sind die Ranger in die Sommereinsatzzeit erst im August – die Zeit davor galt der Vorbereitung. Dazu gehörte auch die Finanzierung, die sich im Winter als aufwendiger herausgestellt hatte. Das fehlende Budget für den Sommer übernahmen deshalb alle 16 Städte und Gemeinden des Landkreises zusammen.

Ergänzt wurden die 19 freiberuflichen Ranger durch die zwei festangestellten Ranger des Landratsamts. Dabei wurden die Einsätze im Vergleich zum Winter räumlich deutlich ausgeweitet, sodass sich die Einsatzgebiete vom Mangfallknie bis zur Gindelalm, von Ross- und Buchstein über den Spitzingsee bis zum Wendelstein auf insgesamt elf verschiedene Gebiete verteilt haben. Schär: „Durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinden und in enger Kooperation mit dem Landratsamt ist es uns gelungen, jeden zweiten Tag mit Ranger-Teams und damit sehr regelmäßig präsent zu sein.“

Lesen Sie auch: 10 Regeln - so verhalten Sie sich im Winter richtig in den Bergen

Die Ranger-Einsätze sollen auch im kommenden Winter fortgesetzt werden. „Die Planungen beginnen jetzt, sodass wir Ende Dezember starten können“, sagt Schär. Dazu gehören Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde, den festangestellten Rangern sowie den Kommunen. Ziel sei es auch, die Pause zwischen Winter und Sommer ab April auf nur wenige Wochen zu beschränken. „Das Angebot hat sich herumgesprochen“, erklärt Schär. „Deshalb sollte man den Kontakt zu den Erholungssuchenden nicht abreißen lassen.“

ddy

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