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Gefahr aus dem Duschkopf: Im warmen Wasser gedeihen die Erreger der Legionärskrankheit prächtig. Sie können für Menschen durchaus gefährlich werden.

Positives Ergebnis bei Beprobung

Legionellen-Gefahr: Dusche im Eisstadion gesperrt

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Bei einer Kontrolle der Warmwasserleitungen im Miesbacher Eisstadion sind am vergangenen Dienstag Legionellen gefunden worden. Wie das Landratsamt am Freitag mitteilte, wurden Bekämpfungsmaßnahmen umgehend eingeleitet.

Es werde jedoch noch an die zwei Wochen dauern, bis die Dusche wieder freigegeben werden kann.

Grund für diese Zeitspanne ist das Beprobungsverfahren. Laut stellvertretender Landratsamtssprecherin Sophie Stadler erfolgte die erste Nachbeprobung am Donnerstag. Bis dieses Ergebnis vorliegt, dauere es maximal zwei Wochen. Bis dahin bleibt dort duschen untersagt. „Es besteht zwar keine akute Gefahr für die Gesundheit“, sagt Stadler, „aber in Absprache mit dem TEV Miesbach soll das Duschverbot als Vorsichtsmaßnahme bis zur Entwarnung bestehen bleiben.“

Geduscht werden kann dennoch weiterhin im Eisstadion, erklärt der Sportliche Leiter des TEV, Stefan Moser: „Betroffen ist nur eine von insgesamt sechs Duschanlagen im Stadion. Die Spieler müssen nun auf umliegende Duschen ausweichen.“ Wobei die kontaminierte Dusche eh meist gemieden wurde. Als Grund nennt Moser Probleme mit der Feuchtigkeit, weil besagte Dusche zwischen zwei Kabinen liege. Die Oberliga-Mannschaft und ihre Gäste betreffe das Problem nicht. „Die haben ihren Bereich im Parkplatz-Trakt auf der gegenüberliegenden Seite.“

Details zur Beprobung kennt Moser jedoch nicht, da die Stadtverwaltung für Betrieb und Wartung zuständig sei. „Normalerweise wird wohl nur ein Mal pro Jahr geprüft. Wenn es aber Beanstandungen gibt, dann öfter.“ Der Grenzwert sei jedoch nur geringfügig überschritten worden.

Unter Legionellen versteht man eine Gattung stäbchenförmiger und für den Menschen gesundheitsgefährdende Bakterien aus der Familie der Legionellaceae. Sie vermehren sich optimal bei einer Wassertemperatur zwischen 30 und 45 Grad Celsius, sterben aber erst bei über 60 Grad ab. Die betroffene Dusche, ergänzt Moser, liege am weitesten vom Heizkessel entfernt. Er geht davon aus, dass das Problem nun behoben ist. Nach hausinterner Rückfrage berichtet er, dass die Dusche nun ein Mal wöchentlich fünf Minuten durchlaufen soll. Dann seien die Leitungen wieder frei.

ddy

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