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Die Berufsoberschule in Miesbach soll zwei neue Zweige bekommen.

Probeeinschreibung für Gesundheit und Internationale Wirtschaft

Miesbachs BOS hat gute Chancen auf neue Zweige

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Der Bildungslandkreis darf sich freuen: Bayerns Kultusministerium gibt grünes Licht und erlaubt eine Probeeinschreibung für drei neue Ausbildungsrichtungen.

Zum Schuljahr 2018/19 sind die Zweige Gesundheit und Internationale Wirtschaft an der Berufsoberschule in Miesbach im Angebot. Hinzu kommt der Bereich Internationale Wirtschaft an der Fachoberschule Holzkirchen. Die Einschreibung läuft an beiden Schulen vom 26. Februar bis 9. März 2018.

„Mit den neuen Ausbildungsrichtungen schaffen wir optimale Voraussetzungen für einen beruflichen Ein- und Aufstieg unseres Nachwuchses“, stellt Landrat Wolfgang Rzehak erfreut fest. „Das ist ein bemerkenswerter Erfolg für die Bildungslandschaft im Landkreis.“

Der Zweig Gesundheit werde angesichts des demographischen Wandels zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gerade in ländlichen Regionen werden Fachkräfte im Gesundheitssektor dringend gesucht, erklärt das Landratsamt in seiner Pressemitteilung. Schon jetzt verfüge zirka die Hälfte der Schüler am Beruflichen Schulzentrum in Miesbach über eine medizinische oder pflegerische Erstausbildung und strebe ein Studium in diesem Bereich an.

Auch Internationale Wirtschaft als Schwerpunkt ergänze das bestehende Angebot gut. „Viele Berufsoberschüler absolvierten bereits eine kaufmännische Ausbildung und wollen sich für den globalisierten Arbeitsmarkt weiter qualifizieren“, erklärt die stellvertretende Landratsamtssprecherin Sophie Stadler. Gleiches gelte für Fachoberschüler in Holzkirchen.

Endgültig sicher sind die neuen Ausbildungszweige aber noch nicht. Damit sie eingeführt werden, müssen Klassen mit stabilen Schülerzahlen entstehen, die die Klassenbildung an den umliegenden Schulen nicht gefährden. Sind diese Kriterien erfüllt, steht den drei neuen Zweigen nach der Probeeinschreibung nichts mehr im Weg, und der Schulbetrieb kann im September 2018 beginnen.

Interessant ist zudem, dass das Kultusministerium auch der FOS in Bad Tölz eine Probeeinschreibung für den Bereich Gesundheit genehmigt hat. Damit dürfte nun der Knatsch zwischen Miesbach und dem Nachbarlandkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vom Tisch sein. Wie berichtet, gab es im Sommer gegenseitige Vorwürfe im Streit um den geplanten Gesundheitszweig. Angesichts der Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums sowie der neuen Fachoberschulen in Starnberg, Garmisch-Partenkirchen und Waldram will sich die Tölzer FOS mit dem neuen Bereich Gesundheit – passend zur Tradition als Kurstadt – positionieren. Dass Miesbach für seine BOS ebenfalls diesen Zweig in Anspruch nehmen will, kam bei den Nachbarn gar nicht gut an. Man verwies auf entsprechende Absprachen mit Rzehaks Vorgänger Jakob Kreidl, an die sich Rzehak nicht gebunden fühlte. Dies sorgte zusätzlich für Unmut im Kreistag von Bad Tölz-Wolfratshausen.

ddy

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