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Projekte über Grenzen hinweg: Landkreis Miesbach gründet Euregio mit Tölz und Schwaz

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Zu einem Auftakttreffen für die neue Euregio kamen (v.l.) Josef Geisler, Ines Leister, Victoria Weber (Bürgermeisterin von Schwaz), Michael Brandl, Landrat Josef Niedermaier und Alexander der Schmid von der SMG Miesbach (stellvertretend für Landrat Olaf vo Löwis) in Schwaz zusammen.
Zu einem Auftakttreffen für die neue Euregio kamen (v.l.) Josef Geisler, Ines Leister, Victoria Weber (Bürgermeisterin von Schwaz), Michael Brandl, Landrat Josef Niedermaier und Alexander der Schmid von der SMG Miesbach (stellvertretend für Landrat Olaf vo Löwis) in Schwaz zusammen. © Land Tirol/Brandhuber

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird offiziell: Die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sowie der Bezirk Schwaz haben sich zur Euregio SBM zusammengeschlossen.

Miesbach – Umweltschutz, Arbeiten, Tourismus – das alles macht an Grenzen nicht halt. Die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sowie der Bezirk Schwaz haben sich deshalb zur Euregio SBM zusammengeschlossen, um die grenzüberschreitende Kooperation zu fördern.

77 Städte und Gemeinden, 310 000 Einwohner, 3820 Quadratkilometer Fläche – das sind die Eckdaten der Euregio SBM. Offizielle Gründung war bereits am 3. November 2021. Nun fand in Schwaz ein Treffen zum Auftakt statt. Die Zusammenarbeit ist indes nicht neu. Sie habe bereits in den vergangenen Jahren gut funktioniert, sagte Josef Geisler, Stellvertretender Landeshauptmann in Schwaz. Mit der Euregio könnten nun noch gezielter grenzüberschreitende Projekte im Sinne der Bevölkerung umgesetzt werden. „Es gibt zahlreiche Themen – von der Mobilität bis zum Tourismus – die uns alle betreffen.“ Miesbachs Landrat Olaf von Löwis stimmt zu. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist eine einzigartige Chance, die drei Aktionsfelder nachhaltiger Tourismus, umweltschonende Mobilität und neues Arbeiten gemeinsam voranzutreiben.“

Erste Erfolge schon vor Gründung

Erfolge kann die Zusammenarbeit schon aufweisen, obwohl sie bisher nicht unter dem offiziellen Namen Euregio stand. So wurde zum Beispiel der Fernradweg München-Venezia gemeinsam verwirklicht. Ines Leister, Leiterin der Euregio SBM, definiert die künftigen Schwerpunkte und Arbeitsfelder. So genannte Strategie-Aktionsfelder seien „nachhaltiger Tourismus“, „umweltschonende Mobilität“ und „neues Arbeiten“, ein Querschnittsthema ist „Nachhaltigkeit, Klima und Umweltschutz“. Die Euregio soll nun „spannende und innovative Projekte für den Grenzraum“ ermöglichen, erläutert sie. Dazu werden Facharbeitsgruppen gegründet, Treffen für Projektentwicklungen und Infoveranstaltungen zu Fördermöglichkeiten organisiert sowie individuell beraten.

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Ziel der Auftaktveranstaltung war es, Kontakte zu knüpfen und einen persönlichen Austausch zu pflegen. Das sei „für eine zukünftige erfolgreiche Zusammenarbeit wesentlich“, betonte Geisler beim Euregio-Auftakt. Bezirkshauptmann Michael Brandl, zugleich Erster Vorsitzender des Euregio Rates, ergänzt: „Mit der Gründung einer Euregio bekommt die bisherige informelle Zusammenarbeit erstmals eine eigene Struktur mit entsprechenden Ressourcen, die es erlauben, noch konsequenter an der Realisierung von gemeinsamen Projekten zu arbeiten.“ In der Strategie seien konkrete Themen und Handlungsfelder formuliert worden. „Nun gilt es, Projekte zu entwickeln, zu fördern und umzusetzen.“ Von diesen Projekten sollen Bürger aller Regionen profitieren. „Wir wollen Synergien erzeugen und voneinander lernen – unter diesem Leitmotiv wird die Zusammenarbeit der drei Regionen in Zukunft noch weiter forciert.“

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Auch Josef Niedermaier, Landrat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, hofft „auf viele gemeinsame Projekte, die unsere Region weiter voran- und zusammenbringen“. Vielleicht könnte man es so umschreiben, dass aus einer schon seit langem ausgesprochen offenen, vertrauensvollen und wirklich guten Zusammenarbeit über Landkreis- und Landesgrenzen hinweg ein Euregio-Verbund wird. „Ich freue mich sehr, dass wir jetzt diesen Schritt wie viele andere Grenzregionen nun gehen.“

Sitz der Geschäftsstelle ist in Schwaz

Der Sitz der Euregio mit Geschäftsstelle ist die Stadt Schwaz. In Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach wurden Kontaktstellen für die Erstberatung eingerichtet. Förderung erhält die neue Euregio über das europäische Programm Interreg Bayern-Österreich. Infos unter www.euregio-sbm.eu.  

Von Christine Merk

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